Der Werra-Meißner-Kreis ist jetzt Öko-Modellregion

Auszeichnung der Landkreise Werra-Meißner und Kassel als Modellregion Ökolandbau durch as Land Hessen, von links Uwe Roth (Geschäftsführer des Kreisbauernverbands Werra-Meißner), Gita Sandrock (Biolandgruppe Eschwege im Verein für Regionalentwicklung), Heike Dammer (Fachbereich Landwirtschaft im Landkreis Kassel), Carola Hotze und Marco Lenarduzzi (Naturpark Werra-Meißner), Hans-Jürgen Müller (Sprecher der Vereinigung ökologischer Landbau in Hessen und einer der drei Betreiber des Gutes Fahrenbach), Prof. Dr. Jürgen Hess (Fachbereich Ökoloigischer Landbau an der Universität Kassel in Witzenhausen), Erster Kreisbeigeordneter Dr. Rainer Wallmann und Gerhard Müller-Lang (Fachbereich Landwirtschaft im Landkreis Werra-Meißner).

Werra-Meißner. Modellregion Ökolandbau - so dürfen sich die Landkreise Werra-Meißner und Kassel zusammen mit dem Förderverein der Staatsdomäne Frankenhausen, dem Versuchsbetrieb der Universität Kassel-Witzenhausen, ab sofort nennen.

Ihre gemeinsame Bewerbung hat beim Wettbewerb des Landes Hessen den Zuschlag erhalten. 100.000 Euro sollen in den kommenden zwei Jahren dazu beitragen, den Ökolandbau vor Ort gezielter zu fördern. Das Preisgeld soll dabei nicht in konkrete Projekte fließen, sondern ist als Personalkostenzuschuss für eine neue Stelle gedacht. Ein Koordinator soll künftig dafür sorgen, die Aktivitäten vorhandener Bio-Betriebe und Initiativen zu bündeln, erklärte der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Rainer Wallmann. Weiter gehe es darum, Möglichkeiten der Zusammenarbeit auszuloten und zu optimieren, neue Ideen anzuschieben und für diese neue Töpfe zur weiteren Finanzierung zu finden.

„Es gibt bereits viele gute Initiativen in den Landkreisen, aber oft wissen diese nicht genug voneinander“, sagt Prof. Dr. Jürgen Heß, Fachgebietsleiter ökologischer Land- und Pflanzenbau an der Universität Kassel in Witzenhausen. Die finanzielle Ausstattung der Modellregion sei zwar nicht üppig, aber das Zusammenführen vieler Betriebe habe großes Potenzial. „Auf dem Fundament, das wir jetzt aufbauen, können wir wachsen.“

Gepunktet hatte die gemeinsame Bewerbung der Landkreise mit drei Leitprojekten:

• Direktvermarktung über Hofläden,

• Ausbau der Umweltbildung,

• Naturschutz durch Bewirtschaftung von Grünflächen, die von Verbuschung bedroht sind.

Auch Witzenhausen als Standort der Hochschule für Ökolandbau habe bei der Entscheidung des Landes eine Rolle gespielt, erklärte die hessische Agrarministerin Priska Hinz.

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