Werra-Meißner-Kreis: Masterplan Jugend bündelt Forderungen für die Zukunft

Plattform für die Jugendlichen

Stellvertretend für alle Jugendlichen übergaben (hinten von links) Clemens Kampmann, Margarethe Schädel und Kosta Panou den Masterplan an (vorne von links) die Leiterin des Staatlichen Schulamtes Anita Hofmann, Bürgermeister Friedel Lenze als Vertreter der Bürgermeister im Kreis und Landrat Stefan Reuß.
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Stellvertretend für alle Jugendlichen übergaben (hinten von links) Clemens Kampmann, Margarethe Schädel und Kosta Panou den Masterplan an (vorne von links) die Leiterin des Staatlichen Schulamtes Anita Hofmann, Bürgermeister Friedel Lenze als Vertreter der Bürgermeister im Kreis und Landrat Stefan Reuß.

Was ist den Jugendlichen, die im Werra-Meißner-Kreis aufwachsen und leben, wichtig? Wie soll ihr Alltag aussehen und wie wollen sie sich gesellschaftlich und politisch einbringen? Das haben sie in dem Masterplan Jugend „Landei 2020 – Nichts für uns ohne uns“ festgehalten.

Werra-Meißner - Entstanden ist der Plan in den vergangenen drei Jahren unter Anleitung der Kreisjugendförderung und des Vereins für Regionalentwicklung (siehe Hintergrund), heißt es von der Kreisverwaltung. Verschriftlicht wurden Forderungen, Ideen und Vorschläge der Jugendlichen.

„Die Beteiligung war groß“, sagt Clemens Kampmann. Der 19-Jährige aus Witzenhausen hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder in den Prozess eingebracht und nun den fertigen Plan gemeinsam mit Margarethe Schädel und Kosta Panou stellvertretend für alle Jugendlichen an die Verantwortlichen im Kreis übergeben. Als Adressaten für Schulen, den Kreis sowie die Städte und Gemeinden waren das Anita Hofmann, Leiterin des Schulamtes, Landrat Stefan Reuß und Bürgermeister Friedel Lenze als Vertreter der Bürgermeister im Kreis.

Jugendliche fühlen sich ernst genommen

Denn im Masterplan stehen Bildung, Beteiligung, Treffpunkte, Unterstützung, Digitalisierung und Mobilität im Fokus. Unterstützt und angeleitet wurden die Jugendlichen von den Experten der Kreisjugendförderung und des Vereins für Regionalentwicklung, erzählt Kampmann. Das Zusammentragen der Forderungen sei dadurch relativ einfach gewesen. „Wir wurden gefragt: Was wollt ihr?“ Im Anschluss sei auch immer darüber gesprochen worden, wie realistisch eine Forderung sei. „Wir fühlen uns ernst genommen.“

Corona bremst Prozess

Die Arbeit begann mit der Auftaktveranstaltung in Bad Sooden-Allendorf. Danach folgten weitere Veranstaltungen, Online-Befragung, Interviews und Workshops, um die Wünsche, Bedürfnisse und Forderungen für einen jugendgerechteren Werra-Meißner-Kreis zu ermitteln, erklärt Kreissprecherin Sylvia Weinert. Dabei hatten die Jugendlichen untereinander aber auch mit Fachleuten und Menschen aus Politik, Wirtschaft, Jugendarbeit, Verwaltung, Schule und weiteren Bereichen diskutiert. Die so erarbeiteten Forderungen seien dann 2019 einem abschließenden Jugendcheck unterzogen worden. Im Frühjahr 2020 landete der fertige Masterplan im Kreistag und wurde von den Fraktionsmitgliedern beschlossen. Die Coronapandemie bremste den weiteren Prozess allerdings aus, erklärt Weinert. Aktuell würden viele der beteiligten Akteure wieder aktiv an der Verbreitung und Umsetzung der Ideen arbeiten.

„Uns Jugendlichen wurde eine Plattform gegeben“, sagt Kampmann. Er ist, was die Forderungen angeht, zuversichtlich. Zwar sei der Masterplan mehr Leitfaden als Vertrag, dennoch hätten sich die Verantwortlichen an dem Prozess beteiligt. Das habe eine Signalwirkung: Zum einen zeige es, dass versucht werde, die Forderungen umzusetzen, und zum anderen könnten sich die Jugendlichen auch auf etwas berufen. Jetzt sei die Zeit gekommen, an einem Strang zu ziehen: Alle seien nun gefragt, jungen Menschen mehr Chancen und Möglichkeiten im Werra-Meißner-Kreis zu bieten, sind sich Kampmann, Schädel und Panou bei der Übergabe einig.

Service: Infos unter jugendnetz-wmk.de. Ansprechpartner Kreisjugendförderung unter Tel. 0 56 51/3 02 14 51 oder jugendfoerderung@werra-meissner-kreis.de (Hanna Maiterth)

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