Elektromobilität

Werra-Meißner-Kreis: Mehr Infrastruktur für E-Autos - Lademöglichkeiten steigen

Werdchen Eschwege: Ladesäule für E-Autos
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Werdchen Eschwege: Ladesäule für E-Autos

Der Werra-Meißner-Kreis ist nach Angaben der Wirtschaftförderungsgesellschaft (WFG) für den Zuwachs von Elektrofahrzeugen gut aufgestellt.

Werra-Meißner – „Wir können bei der Entwicklung mithalten“, sagt der Geschäftsführer der WFG, Dr. Lars Kleeberg. Beim Umschwung würden insbesondere private Initiativen helfen. Immer häufiger würde beispielsweise Strom aus Photovoltaikanlagen zum Laden des E-Fahrzeugs genutzt.

Der Bestand an reinen Elektrofahrzeugen und Hybridmodellen hat nach Angaben des Kraftfahrbundesamtes in Flensburg in den vergangenen vier Jahren im Werra-Meißner-Kreis beständig zugenommen. 2018 waren zum Stichtag 1. Januar 37 Elektroautos und 155 Hybridautos (zusammen 192) zugelassen. 2019 waren es 273, 2020 schon 394. Ein großer Sprung fand im vergangenen Jahr statt. 954 Fahrzeuge bewegten sich elektrisch angetrieben fort. 686 als Hybrid, 268 rein elektrisch.

Dr. Lars Kleeberg

Das Netz an Ladesäulen würde langsam dichter werden, berichtet die Wirtschaftsförderungsgesellschaft. 26 öffentliche Ladestellen würde es mittlerweile im Kreisgebiet geben. „Bei Neubauten wird inzwischen immer auch eine E-Infrastruktur berücksichtigt“, sagt Kleeberg. Lademöglichkeiten für das E-Auto seien unter anderem auch ein Attraktivitätsfaktor für Arbeitgeber. Das Elektromobilitätskonzept Nordhessen machte 2020 einen Bedarf von rund 250 zusätzlichen Ladepunkte im Werra-Meißner-Kreis bis zum Jahr 2030 aus. Laut der Studie sollten sich diese entlang der Hauptverkehrsadern und nahe an Städten befinden.

Vize-Landrat Dr. Rainer Wallmann, Umweltdezernent des Kreises, sagt, der Ausbau der Elektromobilität stelle einen wesentlichen Bereich der Energiewende und des Klimaschutzes dar. Die Schaffung von Ladeinfrastruktur sei aber wie bei herkömmlichen Tankstellen keine kommunale Aufgabe, sondern ein Geschäftsmodell für Energieversorger. Der Landkreis steuere den Aufbau über die WFG in einer Arbeitsgruppe mit Stadtwerken/EAM, dem House of Energy aus Kassel und dem Regionalmanagement Nordhessen.

Von Tobias Stück

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