BNA sucht nach Lösungen

1700 Einwendungen gegen "Suedlink"-Vorhaben

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Rohre, in denen Erdkabel Strom transportieren sollen, werden verlegt.

Bei der Bundesnetzagentur (BNA) sind 1700 Einwendungen für den Abschnitt C zum "Suedlink"-Vorhaben eingegangen.

Zum „Suedlink“-Vorhaben, bei dem Hochspannungskabel unterirdisch verlegt werden sollen, sind bei der Bundesnetzagentur (BNA) für den Abschnitt C rund 1700 Einwendungen und Stellungnahmen bis zur Frist, 7. Juni, eingegangen. Das teilte auf Anfrage BNA-Pressesprecherin Ulrike Platz mit.

Die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen entscheidet über die Trasse, durch die die „Suedlink“-Erdkabel verlaufen soll. So weit ist es aber noch nicht. Zunächst wird über die Einwendungen diskutiert – mit dem Ziel, die fachlichen Aspekte zu diskutieren und Lösungen zu finden, um die abschließende Entscheidung vorzubereiten.

Einwendungen müssen erst geordnet werden 

Der Abschnitt C, für den die 1700 Einwendungen eingingen, erstreckt sich von Bad Gandersheim/Seesen (Niedersachsen) im Norden bis Gerstungen (Thüringen) und umfasst mehrere Trassenvorschläge. Wie viele Stellungnahmen konkret den Werra-Meißner-Kreis betreffen, ist für die BNA vorerst aber noch nicht zu überschauen. Sie müssen erst noch komplett gesichtet und geordnet werden.

Erörterungen werden Ende des Jahres erwartet 

Der sogenannte Erörterungstermin – es wird wohl mindestens zwei geben – findet laut BNA-Sprecherin Ulrike Platz voraussichtlich im August statt. Ein genauer Termin sei noch nicht festgelegt. Hingegen will Erster Kreisbeigeordneter Dr. Rainer Wallmann (Grüne) auf Nachfrage von der BNA als Termine den 13. und 14. August erfahren haben, wie er mitteilt.

Während der Erörterungen werden noch keine Entscheidungen getroffen. Diese erwartet Vize-Landrat Wallmann für Ende des Jahres.

Der genaue Verlauf der Hochspannungsleitung innerhalb des dann feststehenden Korridors wird erst im anschließenden Planfeststellungsverfahren festgelegt. Auch das beginnt mit einem Antrag des Netzbetreibers, also der Tennet, und bietet weitere Möglichkeiten zur Bürgerbeteiligung. Eine gerichtliche Überprüfung ist erst am Ende der Planfeststellung möglich. Damit ist im nächsten Jahr zu rechnen.

Petition an Bundestag erreicht Quorum nicht

Mit ihrer Petition an den Deutschen Bundestag mit dem Ziel, das Stromtrassen-Projekt Suedlink zu stoppen, ist die Bürgerinitiative „Bürger mit Initiative - Werra-Meißner gegen Suedlink“ gescheitert. Mindestens 50 000 Unterstützer hätten diese Petition bis einschließlich 10. Juni mitzeichnen müssen. Dieses sogenannte Quorum wurde nicht erreicht: Nur insgesamt 9727 Bürger unterstützten das Vorhaben – 1187 über Online-Zeichnung und 8540 per Unterschrift auf einer Liste.

Mehr zum Thema lesen Sie in der HNA Witzenhäuser Allgemeine vom 20. Juni.

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