Brandschutz von Autobahn und Tunneln

Absperrungen an der A44 sollen für besseren Brandschutz sorgen

+
Die Autobahnauffahrt beim Autohof Hessisch Lichtenau.

Passiert auf der A44 ein Unfall, dann sollen Absperranlagen an den Anschlussstellen vor den Tunneln verhindern, dass weiterer Verkehr auf die Autobahn gelangt.

Zunächst sollen alle Anschlussstellen, die noch in Planung oder Bau sind, bei ihrer Freigabe mit den Anlagen ausgerüstet sein. Zudem plane die Straßenbauverwaltung laut Schmidt, die bereits für den Verkehr geöffneten Anschlussstellen sukzessive nachzurüsten.

Schon seit 2011 habe er diese Absperrungen gefordert, sagt Hessisch Lichtenaus Bürgermeister Michael Heußner, der damals noch stellvertretender Stadtbrandinspektor war. Die Feuerwehr der Lossestadt ist genauso wie die Wehren der weiteren Autobahn-Anrainer-Kommunen Waldkappel, Wehretal, Sontra und Herleshausen in der Pflicht, auf der Autobahn im Notfall Hilfe zu leisten.

Für diese Einsätze wurden die betroffenen Wehren bereits 2013 vom Land Hessen mit einer gesonderten Ausrüstung ausgestattet, berichtet Kreisbrandinspektor Christian Sasse über Jörg Klinge, Sprecher des Kreises.

Brennt es im Tunnel, dann ist es laut Sasse am sichersten, wenn die Wehr über die schadfreie Tunnelröhre einfahre und dann über sogenannte Querschläge in die betroffene Röhre eindringe. Zudem könne es etwa durch starken Rauch oder liegen gebliebene Fahrzeuge unmöglich sein, in die betroffene Röhre zu fahren. Das Vorgehen liege im Ermessen der Einsatzleitung: Bei den Bränden ist das der Kreisbrandinspektor oder einer seiner Vertreter.

Lesen Sie auch: Tödlicher Unfall - 24-jähriger Fahrer stirbt auf der A44 bei Breuna

Wärmebildkameras für Feuerwehren

Heußner kritisiert, dass bereits angeschaffte und bestellte Fahrzeuge an den Tunneleinsatz angepasst werden müssten, zum Beispiel mit einer größeren Kabine, um Platz für speziell für Tunneleinsätze benötigte, größere Atemschutzgeräte zu bieten. Das mache die Anschaffung der Fahrzeuge teurer.

Dass die speziellen Atemschutzgeräte auf den Fahrzeugen vorgehalten werden sollten, bestätigt auch Klinge. 

Die für die Autobahn zuständigen Feuerwehren wurden laut Klinge vom Land mit zwei Wärmebildkameras, 18 Brandfluchthauben, drei Koffern mit jeweils sechs Blitzleuchten zur Kennzeichnung, sechs Suchstöcken und zwei Radsätzen ausgerüstet. Dazu kommen sechs spezielle Atemschutzgeräte mit zwei Flaschen und Vollmaske. Außerdem wurde der Eschweger Atemschutzgerätewagen zusätzlich mit zwölf der Atemschutzgeräte und entsprechender Reserve ausgestattet.

Lesen Sie ebenfalls: Nächstes Großprojekt für den Ausbau der A44 - Im März beginnt der nächste Tunnelbau

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.