Einwendungen bis 7. Juni möglich

Ab heute kann jeder seine Meinung zum Suedlink-Vorhaben abgeben

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Protestplakate gegen Stromtrasse Suedlink in Bad Sooden-Allendorf, hier an der Straße nach Wahlhausen.

Ab heute läuft die Zeit für alle, die sich zum Verlauf der geplanten Starkstromtrasse Suedlink äußern wollen.

Bis Freitag, 7. Juni, müssen die Einwendungen bei der Bundesnetzagentur (BNA) eingegangen sein. Später empfangene Einwendungen würden nur berücksichtigt, wenn sie für die Rechtmäßigkeit der Bundesfachplanung von Bedeutung seien, warnt die BNA.

Südlink Trasse: Werra-Meißner

Aktuell sind Einwendungen zu den Suedlink-Vorhaben 3 (von Brunsbüttel/Schleswig-Holstein nach Großgartach/Baden-Württemberg) und Vorhaben 4 (von Wilster/Schleswig-Holstein bis Grafenrheinfeld/Bayern) möglich, im Werra-Meißner-Kreis wäre deren Trassenverlauf identisch.

Südlink: Kritik kann jeder äußern

Jede Person und Umweltvereinigung darf sich zu den Trassenplänen äußern. Auch das Regierungspräsidium, die Kommunen und der Werra-Meißner-Kreis können Einwendungen machen. Auch wer bereits Stellungnahmen an die Planer von Tennet oder TransnetBW gemacht hat, muss erneut aktiv werden: Es werden nur Einwendungen an die BNA berücksichtigt. Tennet oder TransnetBW leiten frühere Eingaben nicht an die BNA weiter, sagten Firmenvertreter beim Infoabend in Unterrieden.

Damit sich jeder ein Bild machen kann, werden Kopien der Planungsakten ausgelegt – nach Intervention der Kreisverwaltung nicht nur in Kassel und Göttingen, sondern bis Dienstag, 7. Mai, auch in Eschwege. Sie können nach Anmeldung (Tel. 0 56 51/302 48 01) montags bis freitags von 9.30 bis 12 Uhr sowie donnerstags von 14 bis 17 Uhr im Fachbereich Landwirtschaft im Stadtteil Oberhone (Honer Straße 49) eingesehen werden.

Vize-Landrat Dr. Rainer Wallmann ruft dazu auf, viele Einwendungen mit konkret benannten möglichen Problemen an der geplanten Trasse einzureichen – etwa Naturschutz-Aspekte, Hinweise auf Häuser, Siedlungsstrukturen, Straßen, Strom-, Gas-, und Wasserleitungen. Nur wer seine Einwendung jetzt abgebe, dürfe an den abschließenden Erörterungsterminen im Herbst teilnehmen.

Lesen Sie auch: Proteste beeinflussen Planung von Suedlink nicht

Ein Interview mit Kreisumweltdezernent Dr. Rainer Wallmann lesen Sie in der Montagsausgabe der HNA.

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