Starke Lobby für die Kinder

AG der Kita-Leiterinnen im Kreis feiert 25-Jähriges

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Rückblick auf 25 Jahre Kreisarbeitsgemeinschaft: Ehemalige und aktive Kita-Leiterinnen im Werra-Meißner-Kreis sowie besonders die Gründungsmitglieder der KAG feierten kürzlich in Eschwege das Jubiläum.   

Werra-Meißner – Sie wollen Lobby sein für die Kinder und die Kindergärten und mischen deshalb in verschiedenen Institutionen und Gruppen mit, sprechen mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft, Kirche und Gesellschaft – dazu haben sich die Leitungen der Kitas in der Region zu einer Kreisarbeitsgemeinschaft (KAG) zusammengeschlossen.

Das war vor einem Vierteljahrhundert. Jetzt wurde in einer Feierstunde mit Aktiven, Ehemaligen und den Gründungsmitgliedern auf 25 bewegte Jahre zurückgeblickt. Die KAG sei, so formuliert es Heidi Ott (Eschwege) als eine ihrer Sprecherinnen, „als wichtiger Ansprechpartner für viele Dienststellen und Gremien nicht mehr wegzudenken“. Ihr Einfluss sei „doch immer wieder bis Wiesbaden spürbar“.

Das sollte schon 1994 wichtig sein, als im Frühjahr über neue Richtlinien für Kitas in Hessen diskutiert wurde. Die Entwürfe, mit denen die Vorgaben von 1963 abgelöst werden sollten, erregten die Gemüter derart, erinnert sich Ott, dass ein kreisweites Treffen von Kita-Leitungen organisiert wurde. Dabei wurden Ende April in Berkatal-Frankershausen schon zwölf Ziele festgeklopft.

Mitte Oktober dann wurde ein verbindlicher Zusammenschluss sowie das Ausrichten des 1. Kita-Tages im Werra-Meißner-Kreis für Februar 1995 unter dem Thema „Kindergarten ist mehr“ beschlossen. Die Veranstaltung in der Stadthalle in Eschwege hatte große Resonanz, berichtet Heidi Ott. Und die junge KAG erhielt gleich Unterstützung vom Landkreis. Schon beim 2. Kita-Tag im Oktober 1998 in Reichensachsen stellte der damalige Landrat Dieter Brosey (SPD) eine Fachberatung für die kommunalen Kitas in der Kreisverwaltung in Aussicht. Ab April 1999 stand eine Ansprechpartnerin mit acht Wochenstunden zur Verfügung, Mitte 2001 wurde Ute Simon als Fachberaterin beim Kreis eingestellt – mit voller Stelle.

Um ihrer Meinung auch mehr Aufmerksamkeit zu verleihen, scheuten sich die Kita-Leiterinnen auch nicht, beispielsweise 2008 die Bildungsgutscheine für den Hessischen Bildungsplan an das Sozialministerium zurückzugeben. Später gingen sie wegen der Einführung des Kinderförderungsgesetzes (KiföG) in Hessen zum ersten Mal zusammen mit Eltern und Kita-Trägern an vielen Orten auf die Straße und waren auch an einer landesweiten Großdemo in Wiesbaden vertreten, wie Heidi Ott aufgelistet hat. Und nicht ohne Stolz können die KAG-Mitglieder darauf verweisen, dass viele Entwicklungen im Werra-Meißner-Kreis auf den Zusammenschluss vor 25 Jahren zurückzuführen sind, wie beispielsweise eine Fachberatung für die kommunalen Einrichtungen. Claudia Groß-Albenhausen und Brigitte Örtl aus Bad Sooden-Allendorf, beide inzwischen im Ruhestand, weckten bei der Jubiläumsfeier mit einem humorvollen Power-Point-Rückblick und vielen Fotos Erinnerungen bei den ehemaligen und jetzigen Kita-Leitungen.

Mit dem deutlichen Versprechen der jetzt Aktiven, auch in Zukunft für die Kinder und Mitarbeiter in der KAG weiterzuarbeiten, ging die Veranstaltung in Eschwege zu Ende. 

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