Arbeitsamt bilanziert 

Weniger Azubis im Kreis - Angebot und Nachfrage gehen zurück

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Weniger Ausbildungsplätze, aber auch weniger Ausbildungssuchende - das ist die Bilanz, die die Agentur für Arbeit für den Kreis aktuell zieht. 

Weniger Ausbildungsplätze, aber auch weniger Ausbildungssuchende  - das ist die Bilanz, die die Agentur für Arbeit für den Werra-Meißner-Kreis aktuell zieht. 

Weniger Angebote und weniger Ausbildungsplatzsuchende: Die Jahresbilanz 2018/19 für den Ausbildungsmarkt im Werra-Meißner-Kreis hat mit einem negativen Ergebnis abgeschlossen. 

2017 und 2018 waren die Zahlen noch deutlich nach oben gegangen, womit der Bedarf an Auszubildenden aktuell gedeckt scheint, wie der Leiter der Arbeitsagentur, Michael Schubert feststellt. Damit nimmt der Landkreis im Arbeitsagentur-Bezirk Kassel eine Sonderrolle ein.

Im Werra-Meißner-Kreis dominiert Negativbilanz

Neben dem Landkreis Kassel ist Werra-Meißner der einzige Kreis, in dem negative Werte dominieren. Insgesamt seien die Ausbildungszahlen positiv, erklärte Michael Schubert von der Agentur für Arbeit in Kassel bei der Präsentation der Jahresbilanz des Ausbildungspaktes, zu dem auch die Handwerkskammer Kassel und die Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg gehören.

705 Ausbildungssuchende in 2019

Nach offiziellen Angaben der Arbeitsagentur gab es im Werra-Meißner-Kreis mit 705 Ausbildungsplatzsuchenden 57 (7,5 Prozent) weniger als im Vorjahr. Etwas geringer (minus 7 oder 1,2 Prozent) fiel mit 564 auch die Zahl der Offerten der Ausbildungsbetriebe aus.

Drei-Jahres-Zyklus schlägt zu Buche

Nach Angaben der Arbeitsagentur schlägt im Werra-Meißner-Kreis der Drei-Jahres-Zyklus der Ausbildung besonders zu Buche. Das gilt insbesondere für den Metall- und Elektrobereich, wo das Minus mit 22,3 Prozent am höchsten ausfällt. Im Vorjahr hatte es noch ein Plus von 13,2 Prozent gegeben.

Quote von Ausbildungsplätzen pro Bewerber ist gestiegen

Gestiegen ist dafür die Quote der Ausbildungsstellen pro Bewerber. Die liegt bei 0,87, während sie im Vorjahr 0,82 betrug. Auch angesichts dieser Zahlen unterstrich Michael Schubert die Bedeutung der Nachwuchsgewinnung. 

Aktuell seien im gesamten Agenturbezirk 4000 Stellen zu besetzen, mehr als 10.000 offene Stellen seien seit Jahresbeginn gemeldet worden.

Bedarf an Fachkräften wird in kommenden Jahren massiv ansteigen

Zudem werde der Bedarf in den kommenden Jahren noch deutlich steigen, da dann mehr als 18.000 Fachkräfte über 60 Jahre sind und aus dem Erwerbsleben ausscheiden, so Schubert. Wenn die Region Nordhessen weiterhin erfolgreich sein wolle, müsse weiter und verstärkt in Ausbildung investiert werden.

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