BKK rüstet neun Apotheken im Kreis aus

Arbeitnehmer können ab März Krankmeldung in Apotheke abgeben

Gesundheitsterminal: Dieter Rittinger, Harald Klement, Apothekerin Elisabeth Schmidt und Marco Althans testen das Angebot.

Werra-Meißner-Kreis. Arbeitnehmer können ihre Krankmeldungen künftig in neun Apotheken im Kreis abgeben.

Als erste Krankenkasse in Deutschland rüstet die BKK in Kooperation Apotheken in der Region mit Gesundheitsterminals aus.

Die BKK-Vorstände Marco Althans und Harald Klement stellten die Pläne gestern in der Kreisstadt gemeinsam mit den Geschäftsführern des Servicepartners, Lars Kliefoth und Dieter Rittinger, vor.

Ende März soll die erste Apotheke gemeinsam mit der Gesellschaft für Infrastruktur und Versorgungsmanagement (DEGIV) mit einem Terminal ausgestattet werden. Mit insgesamt neun Apotheken in Eschwege, Abterode, Bad Sooden-Allendorf, Hessisch Lichtenau, Witzenhausen, Grebendorf, Reichensachsen und Niederhone wurden bereits Servicevereinbarungen getroffen. Das Angebot richtet sich an die Versicherten der BKK sowie der übrigen gesetzlichen Krankenkassen, die sich an dem Projekt beteiligen, und beinhaltet eine ganze Reihe von Dienstleistungen.

Wer sich mit seiner Gesundheitskarte an dem Terminal eingeloggt hat, kann eine Krankmeldung an seine Krankenkasse und den Arbeitgeber versenden und auf eine Vielzahl von Informationen zurückgreifen. Finanziert wird das Angebot über Werbung und Anbieter von Zusatzdiensten.

Eine Apotheke wird täglich von durchschnittlich mehr als 180 Menschen betreten, rechnete DEGIV-Geschäftsführer Dieter Rittinger während der Präsentation des Serviceangebotes vor. Neben so praktischen Dingen wie der Übermittlung von Krankmeldungen an Krankenkasse und Arbeitgeber sollen die Gesundheitsterminals ihren Nutzern vielfältige Informationen liefern, beispielsweise bei der Arztsuche behilflich sein, die Terminvereinbarung ermöglichen oder Medium für Patientenbefragungen sein.

Die Betriebskrankenkasse (BKK) Werra-Meißner in Eschwege hat als erste Kasse in Deutschland eine Servicevereinbarung mit der Gesellschaft für Infrastruktur und Versorgungsmanagement (DEGIV) getroffen. Neun Apotheken im Kreis werden in einer ersten Phase von Ende März an mit den Terminals ausgestattet.

„Wir wollen eine innovative Krankenkasse sein, mehr tun, als Anträge entgegen nehmen und bearbeiten“, sagte BKK-Vorstand Marco Althans gestern bei der Vorstellung. „Wir sind überzeugt von dem Produkt.“

Die Datenübermittlung findet verschlüsselt über sichere Mobilfunkverbindungen statt. Die BKK beteiligt sich mit 80 Cent pro Versicherten und Jahr an den Kosten. „Wir wollen jede dritte Apotheke in Deutschland mit einem solchen Terminal ausstatten“, kündigte DEGIV-Geschäftsführer Lars Kliefoth an. Im Werra-Meißner-Kreis werde die Abdeckung noch dichter sein.

Von Harald Sagawe

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