Amtsgericht verurteilt 32-Jährigen

Bewährungstrafe für Drogenfahrt mit vier Verletzten auf A4 bei Herleshausen

Er fuhr unter Drogeneinfluss auf der A4 und verursachte einen schweren Unfall mit vier Verletzten: Dafür musste sich am Dienstag ein 32-jähriger Mann aus dem Wartburgkreis vor dem Amtsgericht Eschwege verantworten.

Einen Verkehrsunfall auf der A 4 bei Herleshausen, bei dem vier Personen verletzt worden sind, hat ein Mann aus dem Wartburgkreis im Juni vergangenen Jahres verursacht, der zum Unfallzeitpunkt unter Drogen stand. Der 32-Jährige wurde am Dienstag im Eschweger Amtsgericht zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und vier Monaten auf Bewährung verurteilt.

Zwischen den Anschlussstellen Wommen und Herleshausen krachte der Mann aus dem Wartburgkreis in ein Auto, in dem vier Personen – darunter eine schwangere Frau sowie ein Kind – saßen. Diese wurden mit Verletzungen, wie Schleudertrauma, Prellungen und Gehirnerschütterung, ins Krankenhaus gebracht. „Sie trugen zum Glück keine bleibenden Schäden davon“, sagte Richter Dr. Alexander Wachter während der Verhandlung. Im Pkw des Unfallverursachers fand die Polizei mehrere Gramm Marihuana sowie Amphetamin. 

Der Angeklagte gestand den Beamten, nicht das erste Mal im unerlaubten Besitz der Betäubungsmittel gewesen zu sein. Bereits seit Mitte 2016 fuhr er häufiger nach Bad Hersfeld sowie nach Rotenburg, um die Drogen für sich selbst als auch zum Weiterverkauf von einem Händler zu bekommen. „Ich wollte mit dem Verkauf keinen großen Gewinn erwirtschaften, sondern nur die Kosten für den Eigenkonsum decken“, erklärte der 32-Jährige. In Berührung mit den Betäubungsmitteln sei er nach eigener Aussage dadurch gekommen, weil er von seinen ehemaligen Arbeitskollegen gemobbt wurde, was ihn sehr belastete. Mittlerweile hat der Mann eine neue Arbeitsstelle, nimmt und verkauft keine Drogen mehr und besucht eine Gesprächstherapie einer Suchtberatungsstelle: „Für mich hat ein neuer Lebensabschnitt begonnen.“

Bei der Strafzumessung zog das Gericht unter anderem in Betracht, dass der Angeklagte geständig war und Taten preisgab, die ohne sein Geständnis womöglich nicht ermittelt worden wären.

Angeklagter muss auf Führerschein verzichten

Vom Amtsgericht Eschwege wurde der Angeklagte zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und vier Monaten auf Bewährung verurteilt. Des Weiteren muss er eine Summe in Höhe von 15 850 Euro bezahlen. Ebenfalls muss der führerscheinlose Mann weitere drei Monate auf seine Fahrerlaubnis verzichten. Außerdem muss der 32-Jährige 100 gemeinnützige Stunden leisten und weiterhin zur Gesprächstherapie einer Suchtberatungsstelle gehen.

Rubriklistenbild: © David-Wolfgang Ebener/dpa

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