Am 28. Oktober ist Wahlsonntag

Briefwahl im Werra-Meißner-Kreis: Über 10.000 haben schon gewählt

Fast 10.000 Menschen im Werra-Meißner-Kreis haben bereits gewählt. Das hat eine Umfrage unserer Zeitung bei allen 16 Kommunen im Kreis ergeben.

Auffällig dabei: Rund eine Woche vor der Wahl haben die Briefwahl-Zahlen bereits fast die endgültigen Werte bei der Landtagswahl 2013 erreicht.

Dabei lassen sich beide Wahlen nur bedingt vergleichen, weil 2013 gleichzeitig der Bundestag gewählt wurde. Durch unterschiedliche Kriterien war die Zahl der Wahlberechtigten vor fünf Jahren deshalb höher als heute. Trotzdem ähneln sich die Zahlen. Woran liegt das? „Wir vermuten, dass die gleichzeitig stattfindende Volksabstimmung zur Erhöhung der Anforderung der Briefwahlunterlagen beigetragen hat“, sagte der Landeswahlleiter Wilhelm Kanther im September gegenüber unserer Zeitung.

Abgestimmt wird über Landtag und Änderungen der hessischen Verfassung 

Am 28. Oktober 2018 wählt Hessen nicht nur eine neue Landesregierung, sondern stimmt auch noch über die Neufassung der Verfassung ab. Im Landtag haben sich die Parteien auf 15 mögliche Änderungen in der hessischen Verfassung geeinigt. Am Wahlsonntag kann man über z. B. Gleichberechtigung, Abschaffung der Todesstrafe, vier Staatsziele, neue Bestimmungen zu Volksbegehren und Volksabstimmung oder das Bekenntnis zur EU im Paket oder einzeln abstimmen. 

Um den Überblick zu behalten, würden viele Wähler Briefwahl beantragen und dann zuhause ihr Kreuz in Ruhe setzen.

10.700 Menschen hatten bis Freitag gewählt

Knapp 10.700 Menschen hatten bis Freitag ihre Stimme schon abgegeben (ohne Wehretal). Dieselbe Zahl von Briefwählern erreicht hat bereits die Gemeinde Ringgau. Hier stimmten 2013 281 Leser per Post ab. Trotz weniger Wahlberechtigter wurde diese Zahl gestern bereits egalisiert. Und es werden in den nächsten Tagen noch einige dazukommen. In der Stadt Wanfried stieg die Zahl der Briefwähler von Donnerstag auf Freitag beispielsweise von 427 auf 489.    

Hintergrund

Grundsätzlich gibt es verschiedene Gründe, weshalb man am Wahltag absehbar verhindert sein kann. Trotzdem kann man via Briefwahl von seinem Wahlrecht Gebrauch machen. Einige Beispiele: 

• Der Wähler ist in Haft 

• Der Wähler fährt über den Wahltag in Urlaub 

• Der Wähler ist körperlich eingeschränkt und kann nicht zum Wahllokal kommen 

• Der Wähler ist krank 

Die letzte Chance, einen Wahlschein mit Briefwahlunterlagen zu beantragen, hat man bis Freitag, 26. Oktober, 13 Uhr (in Ausnahmefällen auch noch später). Der Wahlbrief des Wählers muss spätestens am Wahlsonntag um 18 Uhr bei der betreffenden Gemeinde eingegangen sein. Am 28. Oktober sind 4,38 Millionen Hessen aufgerufen, einen neuen Hessischen Landtag zu wählen. (dpa/ts)

Info: Die wichtigsten Hintergründe zur Landtagswahl in Hessen haben wir in einem gesonderten Artikel für Sie zusammengefasst.

Rubriklistenbild: © dpa

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