Auch Belegpraxen behandeln nur noch Notfälle

Coronavirus: Ärzte im Werra-Meißner-Kreis behandeln nur akute Fälle

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Für ambulante Patienten gilt: Aktuell werden nur akute Fälle beha ndelt.

Der Werra-Meißner-Kreis bereitet sich auf weitere Coronafälle vor. Welche Folgen hat das für die Arztpaxen, die in den Gebäuden den Kliniken sind? Wir haben nachgefragt.

Für die Patienten an den beiden Standorten des Klinikums Werra-Meißner in Eschwege und Witzenhausen herrscht aufgrund der Corona-Pandemie Besuchsverbot. Gleiches gilt für die Einrichtungen der Orthopädischen Klinik in Hessisch Lichtenau. Wie sieht es aber bei ambulanten Patienten, Belegbetten und Praxen, die in Klinikgebäuden eingemietet sind, aus?

„Patienten, die einen Termin im Klinikum haben, werden gebeten, mit der jeweiligen Fachabteilung/Praxis abzustimmen, ob ihre Behandlung derzeit zwingend notwendig ist“ oder ob sie auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden könne, sagt Isabell Vespermann, Pressesprecherin des Klinikums Werra-Meißner. Welche Behandlung vorgenommen oder verschoben wird, werde dann individuell entschieden. Gleiches gelte für Praxen, die in den Klinikstandorten Eschwege und Witzenhausen eingemietet sind.

Das bestätigt Eva Lahme, die mit Dr. Magdalena Pfriem die Augenarztpraxis betreibt, die sich im Krankenhaus Witzenhausen befindet: Normale Kontrolltermine finden aktuell nicht mehr statt. Die Ärztin bittet darum, dass Patienten vor Praxisbesuchen telefonisch Kontakt aufnehmen.

Für Belegbetten gilt die gleiche Verordnung wie für andere stationäre Patienten, erklärt Vespermann. Stationär behandlungsbedürftige Corona-Fälle würden vorerst ausschließlich in Witzenhausen behandelt. „Entsprechende Regelungen werden anhand des tatsächlichen Behandlungsaufkommens erlassen.“

Für die Behandlung von möglichen Corona-Patienten stimme man sich mit dem Klinikum Werra-Meißner ab, sagt Matthias Adler, geschäftsführender Vorstand bei Lichtenau e.V.. Auch hier gelte der Erlass der hessischen Landesregierung, dass nur dringende Operationen durchgeführt werden. Patienten mit akuten Beschwerden wie Brüche, Bänderrisse oder Bandscheibenvorfälle würden, wenn nötig, weiterhin behandelt, so Adler. Er bittet jedoch Patienten darum, sich im Vorfeld mit der Klinik in Verbindung zu setzen: „Wenn Sie anrufen, helfen Sie uns.“ Zudem sei die Klinik gerade dabei, die Sprechstunden auf telefonische Basis umzustellen.

Adler empfiehlt den Patienten für aktuelle Informationen, sich über die Homepage der Klinik, die Facebook-Seite oder über die Kanäle Twitter und Instagram zu informieren. 

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