Fusion der Kirchenkreise schreitet voran

Dekanin Ulrike Laakmann soll neuen Kirchenkreis Werra-Meißner führen

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Im Gespräch über Kirche: Dazu laden Dekan Dr. Martin Arnold, Präses Ludger Arnold und Dekanin Ulrike Laakmann alle Interessierten ein.

Werra-Meißner. Der neue Kirchenkreis Werra-Meißner, der am 1. Januar 2020 aus den Kirchenkreisen Eschwege und Witzenhausen hervorgehen soll, nimmt Formen an - welche, das erfahren Interessierte beim Fusionskongress.

Am Samstag soll der derzeitige Stand beim „Fusionskongress“ in Hessisch Lichtenau vorgestellt werden. Danach sollen die Teilnehmer die Ideen diskutieren. „Jeder kann sich einbringen“, betont Ludger Arnold, Präses des Kirchenkreises Eschwege.

Der Kongress soll auch die Abstimmung im Frühjahr vorbereiten: Dann bekräftigen die Kreissynoden, dass die Kirchenkreise fusionieren sollen. Ein formaler Akt, denn seit 2015 sind sich beide in dieser Frage einig – es geht nur noch um das Wie. „Letztlich beschließt die Landeskirche über die Einrichtung des neuen Kirchenkreises“, so Arnold. „Wir stehen dann am Ende eines Prozesses, in dem wir viel über Inhalte geredet haben.“ Der Vorteil: Der neue Kirchenkreis kann gleich seine Arbeit aufnehmen.

Zuletzt wurden die neuen Organisationsstrukturen erarbeitet. Er wird fast 62 000 evangelische Christen in 134 Kirchengemeinden umfassen, dafür sind 48,5 Pfarrstellen vorgesehen. Fest steht bereits, dass Dekanin Ulrike Laakmann ihn führen wird. Ihr Dienstsitz wird für die drei Jahre bis zu ihrem Ruhestand vermutlich in Witzenhausen bleiben. Danach soll das Dekanat in der Kreisstadt Eschwege sein – darüber entscheidet aber letztlich ebenso die Landeskirche wie über die Frage nach personeller Verstärkung. Laakmann hofft, dass ihr wegen der Größe des neuen Kirchenkreises eine halbe Pfarrstelle zusätzlich genehmigt wird. Laakmanns Eschweger Amtskollege Dr. Martin Arnold will im Dezember 2019 vorzeitig in Ruhestand gehen.

Informieren und mitreden

Um die Gläubigen am Fusionsprozess teilhaben zu lassen, veranstalten die beiden Kirchenkreise Eschwege und Witzenhausen einen Fusionskongress mit dem Motto „Auf dem Weg zu einem Kirchenkreis Werra-Meißner: Information – Diskussion – Ihre Meinung.“ Er findet am Samstag, 15. September, zwischen 10 und 16 Uhr in Hessisch Lichtenau statt. Nach einem Begrüßungsimplus wartet in Kirche, Katharinenhaus und Gemeindehaus eine Schau mit dem Stand der Beratungen zu Themen wie Kirchenmusik, Jugendarbeit und Diakonie. Nach dem Mittagessen beginnen um 13.30 Uhr Diskussionsrunden, die um 15 Uhr im Abschlussplenum münden. 

Anmeldung: Tel. 0 55 42 / 33 47 oder 0 56 51 / 3 15 62 oder per E-Mail: dekanatsbuero.witzenhausen@ekkw.de, dekanat.eschwege@ekkw.de

Mehr zum aktuellen Stand der Fusionsberatungen lesen Sie in der gedruckten Dienstagsausgabe der HNA-Witzenhäuser Allgemeinen.

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