Mehr als 20 Bewerber auf Vorstandsposten

Dietmar Janz verstärkt Vorstand der Sparkasse Werra-Meißner

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Kurs Zukunft: Der Vorstand der Sparkasse Werra-Meißner (von links) Stefan Gut, Andreas Eifler, Dietmar Janz, Verwaltungsratsvorsitzender Stefan Reuß und Marc Semmel wird nach sieben Monaten wieder komplett sein.

Der Vorstand der Sparkasse Werra-Meißner wird spätestens ab dem 1. Januar 2020 wieder vollzählig sein - und um Dietmar Janz ergänzt.

Der 43-Jährige wurde auf Vorschlag des Kreisausschusses vom Verwaltungsrat am Montag als neuer stellvertretender Vorstandsvorsitzender berufen. Janz übernimmt die Position von Marc Semmel, der im März zum Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse aufgestiegen ist.

Janz kommt von der Kreis-Sparkasse Northeim (KSN). Hier hat er 23 Jahre gearbeitet und sich vom Bankkaufmann zum Verhinderungsvertreter des Vorstands emporgearbeitet. Zuletzt verantwortete er das gesamte Kundengeschäft sowie das Vertriebsmanagement. „Wir haben mit Herrn Janz die 1:1-Lösung für die Nachfolge von Herrn Semmel gefunden“, kommentierte der Vorsitzende des Verwaltungsrates, Landrat Stefan Reuß. Janz hatte sich unter über 20 Bewerbern aus ganz Deutschland durchgesetzt. Besonders geschätzt wurde, so berichtet Reuß, dass Janz Erfahrung bei einer Sparkasse aus dem ländlichen Raum mitbringe. Die KSN sei von Struktur und Größe mit dem Kreditinstitut aus dem Werra-Meißner-Kreis vergleichbar.

Janz wurde in Northeim geboren und absolvierte dort nach Abitur und Zivildienst seine Ausbildung zum Bankkaufmann und bildete sich zum diplomierten Sparkassenbetriebswirt weiter. Seinen Job hat er von der Pike auf gelernt. Er war Privatkundenberater, leitete eine Geschäftsstelle und war im Firmenkundenbereich tätig. Seit 2014 war er neben dem Vertriebsmanagement auch für die Leitung des Firmenkundengeschäfts zuständig. „Unternehmerisches Denken, Zielstrebigkeit, fundiertes Wissen sowie Führungsstärke prägen seine Persönlichkeit“, sagt der Sprecher der Sparkasse Werra-Meißner, Lutz Römer.

Ziel: Nach Betrugsfall neue Wege gehen

Er werde Teil einer innovativen Sparkasse, sagt Janz über seinen neuen Arbeitgeber. In der Digitalisierung sei die Sparkasse Werra-Meißner weit vorne. Die Negativ-Schlagzeilen, in denen sich die Sparkasse Werra-Meißner in den vergangenen Wochen durch einen internen Betrugsfall eines ehemaligen Mitarbeiters bundesweit befindet (wir berichteten), habe ihn bei seiner Bewerbung nicht beeinflusst. Er habe ein geordnetes Haus vorgefunden. „Dieser Betrugsfall war insgesamt kein Hinderungsgrund, sich bei uns zu bewerben“, sagt Reuß. „Wir wollen jetzt die Weichen für die Zukunft der Sparkasse stellen“, sagt Vorstandsvorsitzender Marc Semmel. Aus seinem alten Job wolle Janz die Nähe zum Kunden mitnehmen. Der 43-Jährige wird seine neue Position spätestens ab dem 1. Januar 2020 antreten. Mit seinem alten Arbeitgeber wolle er jetzt darüber verhandeln, schon zum 1. Oktober in Eschwege anfangen zu können. Die Position des stellvertretenden Vorstands wäre dann sieben Monate vakant gewesen. Nachdem Frank Nickel von der Sparkasse zur Hessischen Landesbank (Helaba) gewechselt war, übernahm Marc Semmel seine Position. Für ihn wurde dann ein Nachfolger gesucht.

Janz ist verheiratet und hat zwei Kinder (neun und zwölf Jahre). Gemeinsam suchen sie jetzt nach einem Haus im Kreis. Die Region habe er als landschaftlich „äußerst reizvoll“ wahrgenommen.  

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