Steuerungsgruppe für Witzenhausen und Eschwege

Emsige Arbeit an der Kirchenkreis-Fusion

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Vor dem Dekanat: Dekanin Ulrike Laakmann und Präses Ronald Gundlach informierten bei der Kreissynode über die bevorstehende Fusion. 

Werra-Meissner. Frühjahrssynode: Hinter den Kulissen wird fleißig am Zusammenschluss gearbeitet. Knapp 500 traten 2016 aus der Kirche aus.

Auf dem Weg zum Kirchenkreis Werra-Meißner sind noch viele Steine wegzuräumen: In der Steuerungsgruppe der Kirchenkreise Eschwege und Witzenhausen geht es derzeit ans Eingemachte. Und viele Details bedürfen noch der Klärung.

So kann man den Zwischenbericht von Dekanin Ulrike Laakmann interpretieren, der am Samstag bei der Frühjahrssynode im mit 100 Gästen voll besetzten Corvinushaus gegeben wurde. Knapp fünf Monate nach dem historischen Beschluss zur Fusion im Jahr 2020 zeichnet sich ab, dass in einem Jahr ein wichtiges Etappenziel erreicht sein soll.

Als dicke Brocken bezeichnete Laakmann Erprobungssatzung, Struktur- und Leitungsfragen. Geklärt werden müsse, wie groß die künftige Synode sein soll, um arbeitsfähig zu sein, ob es zwei oder nur ein Dekanat geben soll.

Auch eineinhalb Dekanate sind in der Diskussion, vermutlich sind damit Hauptsitz und Außenstelle gemeint. Zu fragen sei außerdem, ob ein gemeinsamer Kirchenkreisvorstand wenigstens in der Übergangszeit paritätisch aus den bisherigen Kirchenkreisen besetzt bleiben soll.

Die Dekanin hob das gute Beratungsklima in der Steuerungsgruppe als Ausdruck gegenseitiger Wertschätzung hervor. Spannende Frage ist die personelle Ausgestaltung des Dekanats, dazu will die Steuerungsgruppe einen Vorschlag erarbeiten.

Noch mindestens drei weitere Klausurtagungen seien nötig, um das Pensum abzuarbeiten. Teilaspekte werden die künftigen Strukturen von Diakonie, Öffentlichkeitsarbeit, Mitarbeitervertretung, Kirchenmusik, Jugendarbeit und Gebäudeunterhaltung sein.

Per Ende 2016 hatte der Kirchenkreis rund 26 000 Mitglieder und damit im vergangenen Jahr 465 Mitglieder verloren. Vor zehn Jahren waren es noch über 31 000. Diese Zahlen nannte Dekanin Ulrike Laakmann vor der Kreissynode im Corvinushaus in Witzenhausen.

Mit 760 fielen die Austritte im Kirchenkreis Eschwege noch höher aus, mit einem Rückgang von 1,75 Prozent liege man aber leider über dem Durchschnitt der Landeskirche (Der Rückgang in Eschwege liegt bei zwei Prozent). „Die Austrittszahlen sind gegenüber den beiden vorhergehenden Spitzenjahren zwar zurückgegangen, aber nach wie vor sehr hoch“, sagte Dekanin Ulrike Laakmann. Immerhin gebe es wieder mehr Eintritte in die Kirche. Abzuwarten bleibe, wie sich das veränderte Austrittsverfahren auf das Verhalten der Mitglieder auswirken wird.

Landessynodaler Frieder Brack verwies auf den Finanzbericht von Vizepräsident Dr. Klöppel. Auf die Landeskirche bezogen, habe sich die Kirchensteuer nicht proportional zu den Mitgliederzahlen (minus 1,73 Prozent) entwickelt.

Bei der Kirchensteuer gebe es einen leicht positiven Trend (plus ein Prozent). Die guten Jahre seien allerdings vorbei. Auf Dauer würden die Einnahmen als Folge der Mitgliederaustritte sinken.

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