Zahl der Straftaten ist rückläufig

Polizei klärt jeden dritten Einbruch im Kreis auf

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Präsentierten die Kriminalstatistik des Werra-Meißner-Kreises für das vergangene Jahr: Polizeidirektor Thomas Beck (von links), Polizeisprecher Jörg Künstler, Jugendkoordinator Reiner Lingner und Kriminaldirektor Axel Reintanz.

Eschwege. Weniger Straftaten, hohe Aufklärungsquote: Die Kriminalstatistik für den Werra-Meißner-Kreis liest sich sehr positiv.

2012 wurden im Werra-Meißner-Kreis noch 5391 Straftaten registriert, im vergangenen Jahr waren es nur noch 4566. Mit 2878 aufgeklärten Fällen liegt die Aufklärungsquote bei 63 Prozent. „Damit belegen wir im Bereich des Polizeipräsidiums Nordhessen einen Spitzenplatz und sind auch hessenweit ganz vorn dabei“, sagt Polizeidirektor Thomas Beck während der Vorstellung der Kriminalstatistik. Die hohe Aufklärungsrate liege laut Beck an der größeren sozialen Kontrolle im ländlichen Raum: „Ohne die Mithilfe der Bürger wäre die gute Aufklärungsrate nicht möglich“, betont Beck und fordert alle Bürger auf, sich bei der Polizei zu melden, wenn sie Verdächtiges beobachten.

 „Lieber einmal zu viel anrufen, als einmal zu wenig“, fügt Polizeihauptkommissar Reiner Lingner hinzu. Einziger Wermutstropfen der guten Kriminalstatistik: Trotz des Rückgangs weist der Werra-Meißner-Kreis nordhessenweit die zweithöchste Anzahl von Kriminaldelikten auf und rangiert damit direkt hinter der Stadt Kassel, sagt Beck. Der bundesweite Trend, dass es mehr Einbrüche in Wohnungen und Häuser gibt, hat sich auch im Werra-Meißner-Kreis bemerkbar gemacht: Die Zahl der Einbrüche ist um 25 Prozent von 84 Fällen (2014) auf 109 Fälle im vergangenen Jahr angestiegen. Positiv dabei: Rund 37 Prozent der Einbrüche – und damit jeder dritte Fall – konnte aufgeklärt werden. „Das ist eine sehr gute Quote, da die meisten Einbrecher sogenannte reisende Kriminelle sind und damit schwer zu fassen“, erklärt Beck.

Auch einen traurigen Spitzenwert gibt es zu vermelden: Trotz eines großen Rückgangs bei den Rauschgiftdelikten um rund 22 Prozent – von 315 Fällen (2014) auf 247 Fälle im Jahr 2015, liegt die Zahl der Drogentoten im Kreis bei vier. Im vergangenen Jahr gab es keinen Drogentoten.

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