Wahlen im Oktober

Der 23-jährige Felix Martin will für die Grünen in den Hessischen Landtag

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Mit großer Mehrheit gewählt: Direktkandiat Felix Martin (Zweiter von links) mit (von links) Kreissprecherin Corinna Bartholomäus, stellvertretender Kandidat Hans-Jürgen Müller und Landtagsabgeordnete Sigrid Erfurth.   

Werra-Meißner. Felix Martin hat sich bei den Mitgliedern der Grünen am Freitag während der Wahlversammlung als Direktkandidat zur Landtagswahl im Oktober für den Wahlkreis 9 (Eschwege-Witzenhausen) empfohlen. 

Mit Erfolg: Von 17 abgegebenen Stimmen fielen 15 auf den Kreissprecher der Grünen. Der hatte in einer kurzen, pointierten Rede dargelegt, dass es nach der kommenden Landtagswahl nach 1966 das erste Mal sein könnte, dass wieder eine rechte Partei in den Landtag einziehe. Zudem sei es seit 1990 das erste Mal, dass sich die Grünen aus der Regierungsverantwortung heraus zur Wahl stellen und es sei zudem das erste Mal seit 1995, dass nicht die bisherige Abgeordnete Sigrid Erfurth kandidiere.

„Wir wappnen uns für die nächste Landesregierung“, betonte Martin. In der Opposition seien die Grünen der Finger in der Wunde und in der Regierung der antreibende Motor. Wichtig sei ihm, dass die Wähler die Grünen nicht als „die mit den Hirngespinsten“ sehen, sondern als Politiker, die etwas tun. Im Wahlkampf wolle er auf einen „sachlichen Wettstreit um die besten Ideen“ setzen.

Als Themenschwerpunkte nannte der Wehretaler, der eine Ausbildung zum Bankkaufmann absolviert, zum einen die Bildungspolitik. Mit diesem Thema habe er sich unter anderem bereits als Kreisschülersprecher und in der Grünen Jugend Hessen beschäftigt. „Bildung ist vor allem ein Landesthema“, so Martin. Zum anderen nannte er die Finanzpolitik als „wichtiges Thema“.

Auf die junge Perspektive, die er in den Landtag bringe, angesprochen, betonte Martin: „Ich glaube es tut dem Parlament mit seinen 110 Abgeordneten gut, wenn die ganze Bandbreite der Wähler vertreten ist.“ Für den Hessischen Landtag dürfe man ab einem Alter von 21 Jahren kandidieren. „Warum sollte ich es nicht einfach tun?“. Für diese Ausführungen wurde Martin von den Parteimitgliedern mit reichlich Beifall bedacht.

Einstimmig wählten die Mitglieder im Anschluss Hans-Jürgen Müller aus Witzenhausen zu Martins Stellvertreter. Dieser hatte angekündigt, vor allem aus Unterstützung für den 23-Jährigen zu kandidieren. 

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