Gerade in kleineren Gemeinden gibt es Probleme

Feuerwehren sollen im Ernstfall häufiger zusammenarbeiten

150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Wanfried

Werra Meißner. Bei den Feuerwehren im Werra-Meißner-Kreis wird derzeit eine interkommunale Zusammenarbeit diskutiert.

Die sieht vor, dass bei Einsätzen nicht nur die Kräfte aus der betroffenen Gemeinde angefunkt werden, sondern auch die aus den Nachbarkommunen.

Grund für diese Überlegung ist laut Kreisbrandinspektor Christian Sasse, dass es immer schwieriger wird, genügend Einsatzkräfte zusammenzubekommen, gerade in kleineren Gemeinden. „Vor allem tagsüber wird das schon jetzt immer mehr zu einem Problem.“ Denn dann seien die Feuerwehrmänner und -frauen unterwegs, deren Arbeitsstätte liegt nicht unbedingt im Ort - und damit zu weit weg, um schnell zum Einsatzort zu kommen.

Das verfügbare Personal solle mit der Zusammenarbeit so „besser eingesetzt werden, vor allem kleinere Ortschaften würden davon profitieren“, sagt Sasse. Geht ein Notruf ein, würde der in der Einsatzleitzentrale in Eschwege landen, von dort aus würden die Einsatzkräfte alarmiert. „Die dortigen Mitarbeiter sehen anhand einer Karte, welches Feuerwehrhaus nah am Einsatzort liegt“, erklärt Sasse. Danach richte sich, welche Feuerwehren alarmiert werden würden. Zudem sei eine Übersicht geplant, aus der hervorgeht, wie viele Kräfte der Feuerwehren vor Ort einsatzbereit wären.

Vor allem diesen Aspekt begrüßt Witzenhausens Bürgermeisterin Angela Fischer. „Wenn die eigenen Feuerwehren ausreichend Personal zur Verfügung haben, müssen ja nicht die anderen informiert werden.“ Generell halte sie einen Beschluss zur Zusammenarbeit für sinnvoll, um vor allem „die Versorgung in den Randbereichen sicherzustellen“. Ob ein entsprechender Beschluss gefasst wird, müssen die politischen Gremien der einzelnen Kommunen entscheiden. Dort wird die Zusammenarbeit derzeit diskutiert.

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