Feuerwehrleute werden bald auch über Pager digital alarmiert

Alt und neu: Christian Sasse mit dem über das Digital-Netz laufenden Pager (vorn), seinem analogen Gegenspieler sowie dem Digital- (links) und Analog-Funkgerät (rechts). Foto:  Wüstefeld

Werra-Meißner. Die Feuerwehren im Kreis rüsten weiter um: Während der Dienstversammlung aller Feuerwehren im Kreis am Donnerstag wird auch über die Digitalalarmierung gesprochen.

Während die Funkgeräte der Einsatzkräfte schon länger an einem digitalen Netz hängen, werden die Feuerwehrkräfte über ihre Pager noch analog über einen Einsatz informiert. „Das wird jetzt aber auch umgestellt“, sagt Kreisbrandinspektor Christian Sasse, „ich bin zuversichtlich, dass das im April passieren wird.“ Federführend kümmert sich sein Stellvertreter Thomas Eisenträger um die Umrüstung auf die Digitalalarmierung.

Dass die erst jetzt kommt und nicht zeitgleich mit der Umstellung vom Analog- zum Digitalfunk, die zwischen 2013 und Anfang des vergangenen Jahres abgewickelt wurde, hat für Sasse einen einfachen Grund: Während es für das Digitalnetz bereits kompatible Funkgeräte gab, mussten die dafür passenden Pager erst noch entwickelt werden.

Antworten ist jetzt möglich

Die haben derzeit zwar noch den Nachteil, dass sie um einiges größer sind als die alten, haben aber auch mehr Funktionen: „Bei den analogen Pagern sind wir nur alarmiert worden“, erklärt Sasse, „jetzt können wir auf die Alarmierung auch antworten, ob wir am Einsatz teilnehmen können oder nicht.“ Das sei deshalb nicht ganz unwichtig, weil in der Leitstelle so sofort klar sei, ob eine Nachalarmierung stattfinden muss oder nicht - bislang hat der Wehrführer im schlimmsten Fall erst am Einsatzort gemerkt, dass zu wenig Feuerwehrmänner und -frauen da sind und konnte erst dann weitere anfordern.

Um die Anforderung geht es auch im März: Dann soll bei einer weiteren Veranstaltung der Frage nachgegangen werden, wie sich die Feuerwehren mit den Pagern ausstatten können. „Jede Kommune muss die für ihre Feuerwehr selbst bestellen“, sagt Sasse, „denen ist es dabei selbst überlassen, ob nur bestimmte Feuerwehrkräfte einen Pager erhalten oder alle.“ 450 Euro müssen die Kommunen pro Pager einplanen, vom Land Hessen bekommen sie eine Unterstützung, die bei 30 Prozent liegen dürfte.

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