Flüchtlinge finden im Kreis nur schwer eine Wohnung

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Symbolbild

Werra-Meissner. Flüchtlinge finden im Werra-Meißner-Kreis nur schwer eine Wohnung. Insbesondere Ein- bis Zwei-Zimmer-Wohnungen mit zirka 50 Quadratmetern Wohnfläche fehlen laut Uwe Kümmel, Leiter der Stabsstelle Migration beim Kreis.

Von den 1181 Migranten, die derzeit in den 42 Gemeinschaftsunterkünften im Kreis leben (Stand 31. Oktober), haben 180 bereits einen Aufenthaltstitel (drei Jahre) oder einen subsidiären Schutz (ein Jahr), beziehen somit Hartz IV und könnten ausziehen. Da die Kapazität der Unterkünfte bei 1125 Plätzen liegt und dem Kreis wöchentlich zehn bis 15 weitere Flüchtlinge zugewiesen werden, würden sie sogar zum Auszug aufgefordert. Wegen des unzureichenden Angebots an kleinen Wohnungen werde jedoch niemand der Unterkunft verwiesen. Familien aus Eritrea, Irak, Iran, Syrien und Somalia, deren Bleibeperspektive hoch eingestuft wird, dürfen schon ausziehen, während sie noch dem Asylbewerberleistungsgesetz unterliegen und kein Hartz IV empfangen. Laut Kümmel haben dies schon 244 Flüchtlinge im Kreis in Anspruch genommen. Für Einzelpersonen, die diesem noch Gesetz unterliegen, ist der Auszug nicht vorgesehen. Erschwerend für die Wohnungssuche kommt hinzu, dass viele Flüchtlinge Bedenken haben, von der städtischen Gemeinschaftsunterkunft aufs Dorf zu ziehen. „Viele sind nicht mobil und sehen Probleme beim Einkaufen und der Beförderung zu Sprachkursen, Maßnahmen und auch zur Arbeit“, sagt Runa Aasland-Jost von der Awo, die 40 Gemeinschaftsunterkünfte im Kreis betreut. „Da geht es Asylbewerbern wie Deutschen, die auch kein Auto besitzen“, sagt Kümmel. Dabei ist die Integration im Dorf laut Aasland-Jost oft einfacher als in den Städten. Die in den Dörfern meist sehr großen Wohnungen übersteigen laut Kümmel zudem jedoch häufig die Angemessenheitsgrenze.

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