Regionalentwicklung sieht wegen Corona mehr Zuschussbedarf

Fünf Millionen für 177 Projekte im Werra-Meißner-Kreis

Leader-Projekte-Bilanz durch den Verein für Regionalentwicklung, von links Vorstandsmitglied Ulrike Zindel, Geschäftsführerin Sabine Wilke, Tobias Kindervatter (Witzenhausen) und Landrat Stefan Reuß vor einer der Blühwiesen, am Beginn des Kirschenweges und in der Nähe des noch nicht eröffneten Kirschen-Kinos (rechts hinten zu erkennen).
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Leader-Projekte-Bilanz durch den Verein für Regionalentwicklung, von links Vorstandsmitglied Ulrike Zindel, Geschäftsführerin Sabine Wilke, Tobias Kindervatter (Witzenhausen) und Landrat Stefan Reuß vor einer der Blühwiesen, am Beginn des Kirschenweges und in der Nähe des noch nicht eröffneten Kirschen-Kinos (rechts hinten zu erkennen).

Das Geld hilft Familienzentren und Kulturinitiativen, es unterstützt beim Anlegen von Premiumwanderwegen und dem Gründen einer Seifenmanufaktur und ermöglicht Projekte wie den Themenpfad Hirschhagen. 2,6 Millionen Euro wurden in der auslaufenden Förderperiode mit Geld der Europäischen Union aus dem Leader-Programm und zur Förderung ländlicher Entwicklung in insgesamt 120 Projekte im Werra-Meißner-Kreis gesteckt. Und je Euro Zuschuss wurden mehr als eineinhalb Euro zusätzlich investiert.

Diese Bilanz für die vergangenen sechs Jahre zogen Geschäftsführerin Sabine Wilke und Vorstandsmitglied Ulrike Zindel vom Verein für Regionalentwicklung (VfR) zusammen mit Landrat Stefan Reuß. Insgesamt hat der Verein sogar für 177 Projekte mit einem Investitionsvolumen von fast zehn Millionen Euro Zuschüsse von insgesamt fünf Millionen Euro bewilligt. Ziel aller seit 2015 geförderten Projekte ist, die Lebensqualität in der Region zu sichern und zu verbessern, die regionalen Wertschöpfungsketten zu unterstützen und Kultur und Bildung zu stärken.

Nun müssten noch zusätzliche Fonds der EU bereitgestellt und schnell umgesetzt werden, sagt Sabine Wilke. Denn durch die Corona-Pandemie stiegen die Herausforderungen in ländlichen Räumen enorm. Gerade die Leaer-Regionen verfügten über „gute Netzwerke und Instrumente“, mit denen eine schnelle und gezielte Unterstützung von Projekten und Maßnahmen für eine wirtschaftliche und gesellschaftliche Erholung möglich sei. Das bisher zur Verfügung gestellte Geld pro Förderperiode – 2,4 Millionen Euro – reiche nicht aus, so Wilke. Es müsse mindestens um das Doppelte aufgestockt werden.

Aber auch vom Bundesheimat- sowie dem -landwirtschaftsministerium erwarte er, dass die ländliche Förderung vorangetrieben werde, sagte Landrat Reuß. Zudem müssten die Förderprogramme von EU, Bund und Land sinnvollerweise ineinandergreifen. Seine Forderung ist, dass über Förderprojekte schneller entschieden und gezielt lokaler unterstützt werde.   sff ArchiivFoto: Stefan Forbert » SEITE 2

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