Neustart für Grundschulen

Geteiltes Echo im Werra-Meißner-Kreis zum Lockerungen für Schulen

ARCHIV - 07.11.2017, Brandenburg, Prenzlau: Schüler einer dritten Klasse einer Grundschule sitzen im Unterricht. (zu dpa "Unicef: Deutschland bei Bildungsgerechtigkeit nur im Mittelfeld" am 30.10.2018) Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Verwendung weltweit
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Das Corona-Kabinett im Landtag hat weitere Lockerungen der Einschränkungen beschlossen. Die neuen Regelungen, die zunächst bis zum 16. August gelten sollen, betreffen den wieder einsetzenden Regelbetrieb an Grundschulen, die Kita-Komplettöffnungen, Sportmöglichkeiten und die Kontaktbeschränkungen.

Im Werra-Meißner-Kreis stoßen die Lockerungen auf geteiltes Echo.

Ab Montag, 22. Juni, sollen alle Gründschüler wieder die Schule besuchen, hat die Landesregierung beschlossen. Wie Anita Hofmann vom Staatlichen Schulamt mitteilt, soll der Unterricht in festen Klassenverbänden möglichst bei der Klassenlehrkraft stattfinden. Da manche Lehrer in Teilzeit arbeiten, sei dies aber nicht überall möglich. Der Unterricht solle in einem Zeitrahmen von vier bis fünf Stunden stattfinden.

Michaela RabeGrundschulleiterin

Der Kreiselternbeirat sieht die Entscheidung zum Schulstart der Grundschulen zwiegespalten, sagt der Vorsitzende Christian Schrank. Auf der einen Seite seien die Eltern natürlich erleichtert, dass die Kinder wieder in die Schule könnten. Sie verstünden aber nicht, warum diese Entscheidung so spät und in dieser Form komme. Auf der anderen Seite seien die Vorgaben der Landesregierung eine Belastung für die Schulen, die kaum umzusetzen sei. „Es ist vielleicht schön gedacht, aber für viele Schulen, besonders die kleineren, nicht zu leisten“, sagt Schrank. Er kritisiert, dass die Schulen zwei Wochen vor den Ferien öffnen sollen, statt diese als Puffer zu nutzen. Die Sommerferien beginnen am 6. Juli.

Michaela Rabe, Schulleiterin der Ernst-Reuter-Grundschule in Neu-Eichenberg, steht der geplanten Wiedereröffnung positiv gegenüber. Sie betont allerdings, dass die neue Entwicklung jegliche bisher erfolgte Planung sprengen würde. „Die Idee einer Rückkehr zum Regelunterricht erachte ich grundsätzlich als sinnvoll, auch wenn es sich lediglich um wenige Wochen handelt.“ Kritisch sei jedoch der Zeitpunkt der Verkündung. Nun gelte es, Unterricht und organisatorische Abläufe so schnell wie möglich zu planen und Lehrkräfte, Eltern und Kinder zu informieren. 

Weitere Stimmen lesen Sie in der gedruckten Ausgabe vom Donnerstag.

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