120 Teilnehmer bei Aktion

Großübung für THW und Feuerwehren im Werra-Meißner-Kreis

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Falls die Werra mal über die Ufer triff: Am Werradeich in Albungen hatte das THW eine Stelle eingerichtet, wo die teilnehmenden Feuerwehrkräfte (hier die Freiwillige Feuerwehr aus Grebendorf) Sandsäcke zur Hochwasserabwehr befüllen mussten.

Werra-Meißner. 120 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks und mehrerer Freiwilliger Feuerwehren beteiligten sich am Samstag bei einer großen Übung, die sich auf den Werra-Meißner-Kreis erstreckte.

Anders als bei vielen anderen Übungen dieser Art gab es nicht ein großes Katastrophenszenario, sondern viele kleinere an verschiedenen Orten im Landkreis. Zunächst einmal galt es für die Übenden, die Einsatzstellen in Albungen, Witzenhausen, Hessisch Lichtenau, Waldkappel, Wanfried, Meinhard und Wehretal anhand von Koordinaten auf der Karte zu finden und anzufahren. Dort angekommen, mussten die Führungskräfte eine fiktive Lage beurteilen und anschließend mit den richtigen Entscheidungen weitere Einheiten nachfordern. An Einsatzstellen mit praktischen Ausbildungs- und Übungsteilen wurde das richtige Verhalten bei einer Personensuche geschult, Hochwasserabwehr mit Sandsäcken durchgeführt und ein Brandeinsatz simuliert.

Ausrichter der Zugtruppübung war der THW-Ortsverband Eschwege. Neben THW-Kräften aus dem Werra-Meißner-Kreis nahmen auch Einheiten aus den Landkreisen Hersfeld, Rotenburg, Schwalm-Eder und Kassel, Feuerwehreinheiten aus Ringgau und Meinhard, Führungskräfte der technischen Einsatzleitung des Werra-Meißner-Kreises sowie die Rettungshundestaffel Werra-Meißner teil.

Schiedsrichter Lars Wachsmuth von der Feuerwehr Bad Sooden-Allendorf (rechts) hilft hier Marcel Kluge (links) und Gruppenführer Kevin Wickenträger von der Feuerwehr Grebendorf bei einer Lagebeurteilung.

„Das besondere Augenmerk bei dieser Übung lag auf der Führungsarbeit der Zugtrupps des THW und der Feuerwehren“, sagte Mitorganisator Michael Kuß-Schönzart, Zugführer beim THW-Ortsverband Eschwege.

Für die Teilnehmer galt es, das jeweilige Schadensereignis sowie das genaue Ausmaß und die Gefahrenlage zu beurteilen. „Nach der Lagebeurteilung musste festgelegt werden, welches Ziel erreicht werden soll, welche Kräfte eingesetzt werden, wo und in welchem Ausmaß die Maßnahmen wirksam werden müssen und wie lange es ungefähr dauert, bis die Maßnahmen Wirkungen zeigen“, so Kuß-Schönzart. Auch die Dokumentation des Einsatzes, das Bewegen in fremdem Einsatzgebiet und die Kommunikation über Funk seien wichtige Übungsziele gewesen.

Tüfteln an der richtigen Strategie für den Einsatz: In Witzenhausen erläuterte Wehrführer Claus Demandt (links) den Übungsteilnehmern des THW (rechts Martin Döll aus Kassel) das fiktive Hochwasserszenario, das es an der Bundesstraße 80 zu bekämpfen galt. 

„Insgesamt sind wir sehr zufrieden“, sprach der Zugführer von einer „rundum gelungenen Übung“. Die Rückmeldung der Zugtrupps sei durchweg positiv gewesen. „Die Schiedsrichter, die an den Einsatzstellen die Übungsteile überwacht haben, waren erstaunt, wie gleichmäßig alles von den THW-Kräften abgearbeitet wurde.“ Das spiegele den hohen Ausbildungsstand beim Technischen Hilfswerk wieder. Auch Landrat Stefan Reuß und Eschweges Bürgermeister Alexander Heppe, die sich vor Ort ein Bild von der Übung machten, seien sehr zufrieden gewesen. „Insgesamt also ein Tag, der sich voll und ganz gelohnt hat“, freute sich Kuß-Schönzart. 

THW und Feuerwehr übten gemeinsam im Kreis

 © Michael Kuß-Schönzart/THW/nh
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