Beschwerden sorgen für Arbeitsunfähigkeit

Viele Menschen im Werra-Meißner-Kreis haben Rückenschmerzen

Werra-Meißner. Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Krankheiten, die Menschen arbeitsunfähig machen. Das geht aus dem neuesten Gesundheitsreport der Krankenkasse DAK hervor.

Insgesamt zehn Prozent aller Fehltage entfielen laut der Studie im Jahr 2017 auf Rückenleiden. Die lokalen Krankenkassen vermelden für den Werra-Meißner-Kreis recht konstante Zahlen. So berichtet Riyad Salhi von der AOK Hessen von 1260 arbeitsunfähig geschriebenen Kassenmitgliedern im Jahr 2012. 2015 waren es 1289 und im Jahr darauf 1425. Bei der BKK sind die Zahlen sogar zwischenzeitlich gesunken. Vergleicht man den Stand zum April 2016 mit dem im Folgejahr, dann waren es 9,8 Prozent weniger Krankschreibungen – 643 Patienten im Jahr 2016 und 580 im Jahr 2017.

Die DAK-Studie ergibt auch: Seit 2007 wurden mehr als doppelt so viele Hessen wegen Rückenschmerzen ins Krankenhaus aufgenommen. Waren es 2007 8179 Fälle, so steigerte sich die Zahl bis 2016 kontinuierlich auf 17 368.

Im Werra-Meißner-Kreis hingegen sind auch hier die Zahlen weitgehend konstant. Die AOK vermeldet für die Jahre 2012 und 2013 jeweils 360 Krankenhausaufenthalte, für 2016 sind es 424 und für 2017 335. Hinterfragt werden müsse hier jedoch, so Salhi, ob sich in dieser Zeit die Versorgungslandschaft im Kreis verändert habe.

Aus der Orthopädischen Klinik in Hessisch Lichtenau berichtet Stefan Kistner, Chefarzt der Wirbelsäulenorthopädie, dass die Fallzahlen der vergangenen fünf Jahre an geplanten stationären Aufenthalten und Notfällen stabil bei 2100 bis 2200 pro Jahr liegt. Dass die Anzahl der Schmerzpatienten gestiegen sei, lässt sich laut Kistner daraus ableiten, dass die Zahlen der Klinik konstant geblieben sind, gleichzeitig aber mehr Wirbelsäulenorthopäden und Neurochirurgen in der Region ansässig sind. 

Ratschläge, was man - auch vorbeugend - gegen Rückenschmerzen machen sollte,gibt Chefarzt Stefan Kistner in unserer gedruckten Montagsausgabe.

Rubriklistenbild: © Arno Burgi/dpa-Bildfunk

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