Auflagen schrecken ab

Hallensport ist im Werra-Meißner-Kreis wieder möglich

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Grundsätzlich ist die Freude darüber, in den kreiseigenen Schulturnhallen ab heute wieder Sport treiben zu dürfen, bei den Vereinen groß.

Doch bis nach der Zwangsschließung wegen der Corona-Pandemie tatsächlich wieder in Gemeinschaft über drehende Seile gesprungen wird, rhythmische Schrittfolgen geübt und gezielte Ballwürfe trainiert werden und letztlich auch der Schweiß fließt, dürfte hier und da noch einige Zeit ins Land gehen.

Denn, und da werfen sich manchem Trainer Sorgenfalten auf und wird auch leise geflucht, ohne das Einhalten strikter Richtlinien werden die Schlüssel für die Hallen vom Landkreis nicht rausgerückt. Schließlich sei der Schutz der Gesundheit nach wie vor „das oberste Ziel aller Entscheidungen“, wie es in der Pressemitteilung von Kreissprecher Jörg Klinge heißt. Deshalb macht der Werra-Meißner-Kreis die Nutzung der Turnhallen und Sportflächen davon abhängig, dass die Vereine Nutzungskonzepte zur Genehmigung vorlegen. Aus denen muss hervorgehen, wie Abstands- und Hygieneregelungen und weitere, das Infektionsrisiko mindernde Maßnahmen im Trainings- und später im Wettkampfbetrieb eingehalten werden können. Das aber fällt den Sportvereinen nicht leicht und ist vor allem von vielen Abteilungen nicht von heute auf morgen zu leisten, von manchen sogar eher gar nicht, wie einige Vereinsvorsitzende auf Anfrage erklären. Auch Magdalena Weidner, die Vorsitzende des fast 80 Vereine im Landkreis vertretenden Turngaus Werra, findet, dass die „wahnsinnig vielen Auflagen und das Einholen der Genehmigung beim Kreis für die Vereine erst einmal abschreckend sind“.

Als eine gute Nachricht für die Vereine, die lange gedarbt hätten, hat Vorsitzender Dr. Jörg Möller vom Sportkreis Werra-Meißner zunächst einmal die Mitteilung von der Freigabe der kreiseigenen Turnhallen aufgenommen. Gleichwohl komme für ihn persönlich das Aufheben von Beschränkungen „sehr rasch“. Er äußerte sich aber zugleich zuversichtlich, dass die Vereine vernünftige Hygienekonzepte vorlegen werden und ihr Trainingsbetrieb dann „relativ sicher ist“. 

Was Vertreter von Sportvereinen sagen, lesen Sie in der gedruckten Montagsausgabe.

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