Neuer Job, alte Wirkungsstätte

Andreas Hilmes wird neuer Leiter der Johannisbergschule in Witzenhausen

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Im Kreise der Kollegen: Andreas Hilmes (Mitte) mit dem übrigen Leitungsteam (von links) Fabian Nolte, Dr. Antje Fenner, Gaby Jansing und Ingo Rhöse. 

Witzenhausen. Er ist der Neue an der Johannisbergschule in Witzenhausen – aber kein Unbekannter. Denn Andreas Hilmes, der am Freitag offiziell als Schulleiter eingeführt wurde, führte hier bereits von 2009 bis 2013 den Realschulzweig.

Wie lange er diesmal bleiben wolle, sei er bei einem ersten Gespräch mit Kolleginnen gefragt worden, berichtete Hilmes in seiner Antrittsrede im Hinblick auf seine zahlreichen beruflichen Stationen. Seine Antwort: „Man übernimmt die Verantwortung für eine Schule nicht, wenn man nach wenigen Jahren wieder gehen will.“ Für die Rückkehr nach Witzenhausen habe gesprochen, dass er sich der Schule und den Menschen in ihr sehr verbunden fühle und sich in seiner ersten Zeit sehr wohl in der Johannisbergschule gefühlt habe. Zudem gebe es in Witzenhausen weltoffene, tolerante Menschen, „hier findet man eine Schüler- und Elternschaft vor, mit denen man nach meinen Erfahrungen gut zusammenarbeiten kann“, sagt Hilmes. Bei seiner Rückkehr sei er sehr freundlich aufgenommen worden.

Zudem habe er das Gefühl, damals Begonnenes nicht zu Ende geführt zu haben. Zum Beispiel könne die Zusammenarbeit von Mittelstufe und Beruflichen Schulen noch intensiviert werden.

An erster Stelle der Arbeit sollten, so Hilmes, der auch als Leiter weiter unterrichten wird, immer die Schüler stehen, „für sie sind Schulen schließlich da“. Die Rahmenbedingungen und der Unterricht sollten so gestaltet sein, dass alle Beteiligten Spaß am Lernen haben und Erfolge sehen. Allerdings müsste eine gute Schule auch Konflikte aushalten und den Schülern Beteiligungsmöglichkeiten geben. „Auf Augenhöhe respektvoll miteinander kommunizieren“, nennt Hilmes das. Es sei sein Anspruch, gute menschliche Beziehungen aufzubauen. Wenn Vertrauen da sei, könnten Dinge offen und ehrlich angesprochen und konstruktiv Kritik geäußert werden.

Wenn Hilmes mal nicht für die Schule da ist, läuft, liest und reist er gerne.

Die Gratulanten hießen nicht nur Hilmes willkommen, sondern dankten auch Dr. Antje Fenner, die die Schule in den vergangenen Monaten kommissarisch geleitet hatte. Für Hilmes dürfte, gemessen an den guten Wünschen und Geschenken von Landrat Stefan Reuß, Bürgermeisterin Angela Fischer – die stilecht eine Zuckertüte überreichte – sowie Vertretern von Schulamt, Personalrat, Eltern und weiteren Schulen einem guten Start in den neuen Job nichts im Wege stehen. 

Zur Person 

Andreas Hilmes ist 42 Jahre alt. Er hat Lehramt für Deutsch und Geschichte studiert und sein Referendariat an der Friedrich-Ebert-Schule in Wehretal absolviert. Danach arbeitete er an der Theodor-Heuss-Schule in Baunatal und als Ausbilder für Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst. Von 2009 bis 2013 war Hilmes Leiter des Realschulzweigs der Johannisberg-Schule in Witzenhausen, 2010 bis 2012 absolvierte er zudem einen Master-Abschluss in „Schulmanagement und Qualitätsentwicklung“ . Von 2013 bis 2015 war Andreas Hilmes stellvertretender Direktor der Brüder-Grimm-Schule in Eschwege und seitdem schulfachlicher Aufsichtsbeamter im staatlichen Schulamt Bebra. Er ist Reserveoffizier der Bundeswehr. Andreas Hilmes ist verheiratet und wohnt mit seiner Frau, der sechsjährigen Tochter und dem achtjährigen Sohn in Bad Sooden-Allendorf. (nde)

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