Gegen den Bundestrend

Im Werra-Meißner-Kreis sind Diesel beliebter als vor dem Skandal

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Im Werra-Meißner-Kreis werden entgegen des deutschlandweiten Trends mehr Diesel-Fahrzeuge verkauft als vor dem im September 2015 ans Licht gekommenen Abgasskandal.

Das geht aus Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes hervor.

So sind in diesem Jahr 19 717 Dieselfahrzeuge im Kreis zugelassen (Stand: Januar 2017), was einem Anteil von 32,3 Prozent am Gesamtbestand im Kreis (60 967) entspricht. Im Vergleich zu den vergangenen drei Jahren ist das der Spitzenwert; 2016 lag der Wert noch bei 31,4 Prozent, 2015 bei 30,2.

Nicht profitiert haben von dem Skandal die Benziner. Schon seit Jahren ist deren Verkauf im Kreis rückläufig, gut 66 Prozent der Autos haben derzeit einen solchen Motor; 2014 waren es noch 69,3 Prozent.

„Es ist kein merklicher Rückgang von verkauften Dieselfahrzeugen an Privatkunden zu spüren“, sagt Alexander Meyer, Geschäftsführer des VW-Autohauses am Brückentor in Eschwege. Allerdings sei zu sehen, dass eine gewisse Verunsicherung herrsche, die aber im Gespräch behoben werden könne. Der Absatz von Dieselfahrzeugen sei nahezu unverändert, weil die Vorteile, die ein Dieselfahrzeug für gewisse Kundengruppen biete, von einem Benzinfahrzeug nicht erreicht werden könne. Ähnlich sieht es im Autohaus Stöber mit Filialen in Eschwege, Bad Sooden-Allendorf und Witzenhausen aus. Der Rückgang an Dieselmodellen liege seit 2015 bei unter drei Prozent. Der Abgasskandal sei firmenintern abgearbeitet, der Erklärungsbedarf der Kunden beantwortet, teilt Geschäftsführer Torsten Stöber mit.

Bestätigen kann das der Geschäftsführer des BMW-Autohauses Krah und Enders, Albin Keune, für den Privatkundenbereich nicht. Viele junge gebrauchte Diesel-Autos, die noch nicht die Euro-6-Norm haben, bleiben oftmals auf dem Hof stehen. „Gut ein Viertel der Kunden schwenkt da mittlerweile auf einen Benziner um.“ 

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