Elf Nationen sind dabei

Im Werra-Meißner-Kreis werden interkulturell Übungsleiter ausgebildet

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Die Teilnehmer kommen aus verschiedenen Nationen.

Der Lehrgang „Interkulturelle Übungsleiterausbildung“ im Sportkreis Werra-Meißner hat jetzt an der Eschweger Struthschule begonnen. 

Dabei handelt es sich um ein Angebot zum Erwerb der anerkannten C-Lizenz des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) für Übungsleiter im Breitensport. Vor Beginn des Lehrgangs haben wir mit Edmund Pliefke, dem Koordinator für Sport und Flüchtlinge des Sportkreises aus Hessisch Lichtenau gesprochen:

Hätten Sie mit der guten Resonanz gerechnet?

Nein, als bei dem ersten Informationstreffen im Herbst vorigen Jahres die Ausbildung vorgestellt wurde, war ich skeptisch, dass das in unserem Sportkreis möglich ist.

Warum haben Sie das Projekt dennoch umgesetzt?

Edmund Pliefke, Sportkreis Werra-Meißner

Im Sportkreis waren wir uns schnell einig, das Vorhaben anzugehen und die nächsten Schritte zu planen. Frühzeitig wurden die Netzwerkpartner in der Flüchtlingshilfe wie die Sportcoaches in den Kommunen, die Freiwilligenagentur Omnibus, der Stab Migration und die Awo eingebunden.

Das alles zusammen und die gemeinsame intensive Vorbereitung mit den Mitarbeitern unserer Servicestelle und der Bildungsbeauftragten Magdalena Weidner hat dazu geführt, dass mit insgesamt 21 Anmeldungen von Teilnehmern mit elf verschiedenen Nationalitäten eine bunt gemischte Gruppe zusammengekommen ist.

Das Teilnehmerfeld steht. Was erwarten Sie von der Ausbildung?

Ziel der Ausbildung ist, dass Menschen mit Migrationshintergrund durch Übernahme von Verantwortung in Vereine integriert werden. Für die Ausbildung wünsche ich mir, dass es allen Spaß macht und sie bis zum Schluss dabeibleiben.

Wie werden die Teilnehmer während der Ausbildung betreut?

Die Ausbildung wird in Kooperation mit dem Landessportbund Hessen durchgeführt. Mit der für diese Ausbildungen zuständigen Mitarbeiterin Diana Bruch steht eine kompetente Begleitung zur Seite.

Für die Teilnehmer vor Ort ist jederzeit mit Nicole Fischer eine Starthelferin unterstützend mit dabei. Sie nimmt selbst an der Ausbildung teil.

Auf welche Aspekte wird bei der Ausbildung Wert gelegt?

In einem Vorbereitungskurs wird unter anderem ein sportorientiertes Sprachtraining angeboten. Die Ausbildung selbst wird durch gut ausgebildete und erfahrene Referenten des Landessportbundes Hessen durchgeführt. Sie umfasst eine Qualifizierung im Sport mit praktischen Übungen und in der Theorie mit Themen wie biologische Grundlagen, Aufbau einer Übungsstunde, Recht/Versicherungsfragen sowie der Leitung einer Gruppe.

Im Anschluss sollen die Teilnehmer eine Sportgruppe eines Vereins betreuen. Wie weit sind dort die Planungen bereits gediehen?

Einige Teilnehmer haben sich nicht über die Vereine des Sportkreises gemeldet, sondern sind direkt auf uns zugekommen oder über die Partner. Hier gilt es, noch passende und wohnortnahe Vereine zu finden, da ohnehin Vereinsbesuche durch die Teilnehmer und Hospitationen in Vereinen im Rahmen der Ausbildung stattfinden.

Von Marvin Heinz

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