Stetiger Anstieg

Immer mehr Senioren im Werra-Meißner-Kreis in Unfälle verwickelt

Werra-Meißner. Die jährliche Anzahl der Unfälle im Werra-Meißner-Kreis schwankt.  Konstant ist hingegen, dass die Anzahl der Unfälle, in die Senioren verwickelt sind, stetig gestiegen ist.

Auf Anfrage unserer Zeitung berichtet Polizei-Pressesprecher Jörg Künstler, dass es im Jahr 2013 noch 432 Unfälle waren, in die Fahrer oder Mitfahrer im Alter von 65 Jahren und älter verwickelt waren. Diese Zahl stieg jährlich um 15 bis 20 Unfälle an – im vergangenen Jahr waren es bereits 492 Unfälle.

Auf die Gesamtzahl gesehen, macht das rund ein Fünftel aus. Im Jahr 2014 kamen zum Beispiel auf 2145 Unfälle 448, an denen Senioren beteiligt waren, das sind 20,8 Prozent. Diese Zahl steigerte sich in den Folgejahren auf 21,54 Prozent im Jahr 2016 (2191 Unfälle, bei denen in 472 Senioren verwickelt waren) und auf 21,48 Prozent im vergangenen Jahr (492 Unfälle mit Senioren auf 2290 Unfälle insgesamt).

Damit liegen die Senioren im Werra-Meißner-Kreis über dem Bundesdurchschnitt. Laut einer Mitteilung des ADAC sind es bundesweit 15 Prozent Senioren. Von verpflichtenden Fahrtests rät der ADAC ab, da geeignete Fahrer damit irrtümlich durchfallen könnten und sich zudem ältere Fahrer nach bestandener Eignungsprüfung im Straßenverkehr überschätzen könnten. Der ADAC empfiehlt Senioren, sich regelmäßig vom Arzt untersuchen zu lassen. Das gelte vor allem für das Sehvermögen.

Bei den Fahrsicherheitstrainings, die der Witzenhäuser Seniorenrat anbietet, tauchen bei den Teilnehmern eher Probleme mit dem Hörvermögen auf, berichtet Pressesprecher Otto Kirsch. „Es waren viele erstaunt, dass bei ihnen beim Hören Handlungsbedarf besteht.“ Am Samstag, 14. Juli, findet das dritte Fahrsicherheitstraining mit Theorie, Fahrten, Hör- und Sehtests statt, für das sich Interessierte noch anmelden können. 

Mehr zu den Fahrsicherheitstrainings des Seniorenrats lesen Sie in der gedruckten Freitags-Ausgabe der HNA.

Rubriklistenbild: © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild

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