Kein Blitz mehr zu sehen bei digitalen Messgeräten

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Löst keinen Blitz mehr aus: die digitale Messanlage, die die beiden Ordnungsbehördenbezirke im Werra-Meißner-Kreis nutzen. Das Foto ist bei einer Messung an der Reichensächser Straße in Eschwege entstanden.

Werra-Meißner. Messgeräte erfassen zu schnell fahrende Autofahrer mit Laser. Damit wurde ein Überschuss erzielt.

Sie sind klein, schwarz und kaum zu erkennen: die neuen Messgeräte der beiden Ordnungsbehördenbezirke aus dem Werra-Meißner-Kreis. Vor allem dem Bezirk, der die Kommunen aus dem Altkreis Witzenhausen und die Gemeinde Berkatal unter sich vereint, hat das dazu verholfen, wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Denn noch bis 2014 gab es einen alten, für die Autofahrer gut sichtbaren Starenkasten, der mehr Kosten generiert als Einnahmen erzielt hat.

Wie groß der Überschuss im vergangenen Jahr gewesen ist, wollen Witzenhausens Erster Stadtrat Thomas Kiedos und Bernd-Dieter Köhler, der als stellvertretender Fachbereichsleiter bei der Stadt Witzenhausen für die öffentliche Sicherung und das Ordnungsamt zuständig ist, nicht sagen - die anderen beteiligten Kommunen müssten erst ihr Einverständnis geben. „Wir haben aber keine Verluste gemacht.“ Der im vergangenen Jahr entstandene Überschuss werde in diesem Jahr an die beteiligten Kommunen anteilig ausgezahlt. „Die mussten aber auch schon mal nachzahlen, als wir rote Zahlen geschrieben haben.“ Das lag nicht nur an dem alten Gerät, das wesentlich komplizierter im Aufbau war, sondern auch an Personalkosten. „Da haben wir reduziert.“

Der Ordnungsbehördenbezirk, zu dem sich die zehn südlichen Kommunen des Kreises 1994 zusammengeschlossen haben, können ihren Mitgliedskommunen, die einst zum Altkreis Eschwege gehörten in diesem Jahr einen etwas größeren Anteil auszahlen: In den vergangenen Jahren ist hier ein auszahlungsfähiger Überschuss von 120.000 Euro entstanden. Je nach Einwohnerzahl schwankt der Anteil pro Kommune, bei der Gemeinde Meißner sind es zum Beispiel 6700 Euro.

Eingenommen wird das Geld aus Geschwindigkeitskontrollen. Beide Ordnungsbehördenbezirke haben jeweils ein digitales Messgerät, die im gesamten Gebiet der Bezirke eingesetzt werden. Während es im südlichen Kreisteil zwei Ordnungspolizisten gibt, steht rund um Witzenhausen einer zur Verfügung. An 50 Tagen sei sein Kollege auf den Straßen unterwegs, um Geschwindigkeiten zu messen, erklärt Köhler, an weiteren 50 Tagen werte der die Dateien dann aus. „Und die restlichen Tage im Jahr überwacht er den ruhenden Verkehr.“

Die Mitarbeiter des Ordnungsbehördenbezirk mit den Kommunen aus dem Altkreis Eschwege hingegen ist jeden Tag draußen. „Es geht aber nicht darum, die Autofahrer zu ärgern und ihnen das Geld aus der Tasche zu knöpfen, sondern um die Gefahrenabwehr“, betont Patrick Reiß, der sich in Eschwege unter anderem um die Ordnungsverwaltung kümmert.

So seien Schulen, Kindergärten und auch Seniorenheime Orte, an denen es schnell zu Unfällen kommen kann, wenn sich die Autofahrer nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeit halten. „Und Unfälle gilt es zu vermeiden“, betont Reiß, auch an gefährlichen Stellen an zum Beispiel Bundesstraßen.

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