„Mission is possible“ – Mischen ist möglich

Kirchenkreis Werra-Meißner: Synodalen nehmen Ulrike Lackmann als Dekanin an

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Frau mit großen Aufgaben: Beim Gottesdienst am Freitagabend erteilte Pröpstin Katrin Wienold-Hocke (links) der neuen Dekanin Ulrike Laakmann den Segen. 

„Die Trauung ist vollzogen“, sagte Pröpstin Katrin Wienold Hocke. Eine Liebesheirat war es nicht unbedingt, wohl eher eine arrangierte Ehe, welche die Kirchenkreise Eschwege und Witzenhausen eingegangen sind, um sich zum Kirchenkreis Werra-Meißner zusammenzuschließen. In der Neustädter Kirche in Eschwege kamen die Synodalen am Freitagabend auf einer vorbereitenden sogenannten Nullsynode zusammen, um einander zu begrüßen und kennenzulernen.

Im Gottesdienst nahmen die Teilnehmer Ulrike Laakmann als Dekanin des neuen Kirchenkreises an, die Pröpstin erteilte ihr den Segen. „Den Wirkungskreis zu verdoppeln, hätte sich wohl niemand ausgesucht“, sagte Wienold Hocke. „Doch was Laakmann tut, tut sie mit Leidenschaft, immer gut vorbereitet und rund um die Uhr.“

Von zwei Büros aus muss die Dekanin nun 127 Kirchengemeinden leiten, eine herausfordernde Aufgabe, der sie sich unter dem Motto stellt: „Mission is possible“. Oder besser: Mischen ist möglich! Doch die Dekanin weiß um die Schwierigkeiten: „Die Größe des Kirchenkreises in der Fläche bleibt die schwierigste Aufgabe, die wir alle miteinander bewältigen müssen“, sagte Laakmann. „Wir müssen überlegen, wie es gelingt, dass dabei niemand untergeht.“ Wichtig ist ihr deshalb der Informationsaustausch mit den Kooperationsräumen sowie die Anregungen aus den Gemeinden. „Wir müssen es schaffen, die gesamte Region gut abzubilden“, sagte sie.

Dass der Prozess hin zur Fusion nicht einfach war, wusste auch Pröpstin Wienold-Hocke. Viele Synodale hätten sich in der Vorbereitung außerhalb ihrer Komfortzonen bewegen müssen, sagte sie und rief die Teilnehmer der Synode zu guter Zusammenarbeit auf.

Bereits im Gottesdienst saßen die Synodalen aber schon gut durchmischt in den Kirchenbänken. Das stellte auch Landrat Stefan Reuß zufrieden fest und drückte die Hoffnung auf einen fruchtbaren Austausch zwischen den ehemaligen Bezirken Eschwege und Witzenhausen aus. „Es war ein langer Weg mit langen Abenden, aber es lohnt sich für die Menschen“, sagte Reuß.

Außerdem wünschte er sich, dass die Kirche auch in Zukunft klare Positionen zu Politik und Gesellschaft beziehe und spielte damit auf das Gebet im Gottesdienst an, mit dem die Vorsteher der Synode für Frieden und Besonnenheit im Nachbarland Thüringen gebetet hatten.

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