Tipps gegen Heuschnupfen

So kommen Sie gut durch die Pollenzeit

Werra-Meißner. Allergiker müssen 2016 stärker unter Birken- und Gräserpollen zu leiden als im Vorjahr. Was sie gegen die Symptome tun können, weiß Apothekerin Christine Springstubbe.

Seit vielen Jahren arbeitet sie in der Witzenhäuser Stadtapotheke am Marktplatz und hat im Frühjahr fast täglich Allergiker unter ihren Kunden. „Vielen von ihnen sieht man das Leid direkt an, wenn sie mit tränenden Augen vor einem stehen“, sagt die Apothekerin. Neben Medikamenten gibt sie ihnen folgende Tipps mit auf den Weg:

Mit Bedacht Lüften

Auf dem Land sind abends am wenigsten Pollen unterwegs. „Da lüften Sie am besten gegen 22 Uhr“, rät Springstubbe. Wer in der Stadt wohnt, solle seine Fenster stattdessen eher frühmorgens zwischen sechs und acht Uhr öffnen. „Ansonsten ist es auch immer gut, nach einem Regenguss zu lüften.“

Klimaanlage ausschalten

Durch die Lüftung im Auto kommen viele Pollen in den Innenraum, wenn man keinen speziellen Filter eingebaut hat. „Das kann man unterbinden, indem man die Klimaanlage ausschaltet“, sagt Springstubbe.

Ähnlich sieht es im übrigen beim Staubsaugen aus: Auch hier kann ein Filter helfen, dass eingesaugte Pollen nicht wieder entweichen.

Schutzgitter anbringen

Am besten sei es für Allergiker, wenn sie möglichst pollenarme Räume haben. Pollenschutzgitter vor den Fenstern können dabei helfen.

Kleidung im Bad ausziehen

Schlimm sind bei vielen die Beschwerden in der Nacht. Damit man im Schlaf möglichst wenig Pollen einatmet, rät Springstubbe, tagsüber getragene Kleidung keinesfalls im Schlafzimmer auszuziehen und zu lagern. Diesen Tipp sollte im besten Falle auch der Lebenspartner während der Hauptblütezeit beherzigen.

Abends Haare waschen

„In den Haaren verfangen sich über den Tag jede Menge Pollen“, sagt die Apothekerin. Würden diese am Abend nicht unter der Dusche weggespült werden, wandern sie mit aufs Kopfkissen und über Nacht in die Atemwege.

Über Belastung informieren

„Im Internet findet man gute Seiten, auf denen man sich über den Pollenflug informieren kann“, sagt Apothekerin Christine Springstubbe. Eine gute Quelle sei der Deutsche Wetterdienst unter www.dwd.de/pollenflug.

Drinnen bleiben

„Natürlich ist das bei vielen Menschen schwierig“, räumt Springstubbe ein. Wenn man auch mit Tabletten, Nasenspray und Augentropfen nicht mehr gegen den Pollenflug ankomme, sei dies die letzte Möglichkeit.

Rubriklistenbild: © dpa

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