Komplettpaket rund um die Gesundheit

Im Südkreis soll ein Modell für lokale Zentren entwickelt werden

Werra-Meißner. Lokale Gesundheitszentren sollen künftig nicht nur Arztpraxen, sondern auch andere Leistungsbereiche wie Apotheken, Sanitätshäuser, Pflegedienste, Reha-Einrichtungen und Senioren-Cafés bieten. Dafür wurde jetzt ein Modellprojekt „Aufbau eines regionalen Gesundheitsnetzes“ gestartet. Dabei arbeiten die Stadt Sontra sowie die beiden Gemeinden Herleshausen und Nentershausen (Kreis Hersfeld-Rotenburg) zusammen. Die Kommunen erhalten vom Land Hessen 130.000 Euro, um ein regionales Gesundheitsnetz aufzubauen, und steuern dieselbe Summe selbst bei.

„Das Modell soll ein Vorzeigeprojekt des Landes Hessen und beispielgebend für weitere Regionen werden“, sagte Stefan Reuß, Landrat des Werra-Meißner-Kreises, bei der Vorstellung des regionalen Gesundheitsnetzes am Dienstagmittag im Eschweger Landgrafenschloss. Ziel sei es, die flächendeckende medizinische Versorgung langfristig zu sichern.

In einer älter werdenden Bevölkerung mache die Versorgung chronisch und mehrfach erkrankter Patienten eine Bündelung medizinischer, pflegerischer und sozialbetreuerischer Dienstleistungen erforderlich, sagt Britta Salewski vom Fachbereich Gesundheit des Werra-Meißner-Kreises.

Ein weiterer Vorteil des lokalen Gesundheitszentrums: Durch die neuen Trägerstrukturen können frei werdende Arztsitze gekauft werden. Jungen Nachwuchskräften kann eine Anstellung, auf Wunsch auch in Teilzeit, angeboten werden.

Potenzieller Standort eines zentralen medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) ist die Stadt Sontra; Herleshausen und Nentershausen sollen als Außenstandorte angedockt werden. Neben den Bürgermeistern sowie den Landräten haben bislang 30 Gesundheitsbetriebe, darunter Apotheken und Pflegezentren, eine Erklärung unterzeichnet, in der sie ihre Mitarbeit am Projekt zusichern. Bis Ende des Jahres soll mit allen Akteuren ein Kooperations- und Betriebskonzept für das Gesundheitszentrum ausgearbeitet sein. (esp/stk)

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