"Sehr guter Radweg"

Kreis wird bei Radtouristen immer beliebter

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Radler Ranch wieder belebt: Tourismusdezernent Dr. Rainer Wallmann (Mitte von links) und Claudia Krabbes, Geschäftsführerin der Werratal Tourismus Marketing GmbH (rechts daneben) zusammen mit Betreibern und Gästen vor der neu eröffneten Radler Ranch „Zum Stanzel“ in Blickershausen. 

Blickershausen. Der Radtourismus ist im Werra-Meißner-Kreis weiter im Kommen.

„Auch wenn die Zahl der Radtouristen kaum zu beziffern ist, erfreut sich der Werra-Radweg immer größerer Beliebtheit“, sagt Dr. Rainer Wallmann, Tourismusdezernent des Landkreises und Aufsichtsratsvorsitzender der Werratal Tourismus Marketing GmbH.

Um dieser positiven Entwicklung gerecht zu werden und sie zu fördern, sei man dabei, den 290 Kilometer langen und von Thüringen über Hessen nach Niedersachsen führenden Werratal-Radweg nach den Kriterien des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) zu klassifizieren. „Dabei werden vier Sterne angestrebt“, sagt Wallmann.

Was die Beschilderung angehe, sei man auf dem Gebiet des Werra-Meißner-Kreises weitestgehend fertig, aber es bestehe in einigen kleineren Abschnitten noch Handlungsbedarf bei der Wegebeschaffenheit. „Das ist schon jetzt ein sehr, sehr guter Radweg, auch wenn er noch nicht klassifiziert ist, betont Wallmann.

Ein Problem stellten im Landkreis jedoch die Gastronomie und die Übernachtungsmöglichkeiten entlang des Weges dar. „Durch das Mindestlohngesetz, den Fachkräftemangel und einige weitere Faktoren wird es immer schwieriger für Betriebe, in ländlichen Gebieten zu überstehen“, so Wallmann.

Als Betreiber eines Radweges hätten der Kreis und die Werratal Tourismus Marketing GmbH jedoch „ein Rieseninteresse“ daran, dass diese Infrastruktur vorhanden sei. „Schließlich macht Fahrradfahren viel mehr Spaß, wenn man mindestens alle 15 Kilometer die Möglichkeit hat, eine Rast einzulegen und sich zu stärken“, so der Kulturdezernent.

Und genau deshalb freue es ihn umso mehr, wenn wie in Blickershausen ein vor vier Jahren geschlossener Gastronomiebetrieb wieder eröffnet. Dort haben die beiden Freudenthaler Marion und Thomas Stanzel die einstige „Radler Ranch“ übernommen und am 1. Mai unter dem Namen „Zum Stanzel“ wieder belebt. „Wir kennen die Vorbesitzer schon lange und haben uns nun ganz spontan zu diesem Schritt entschlossen“, sagt Marion Stanzel.

Bislang werde das Angebot gut angenommen - überwiegend von Radfahrern. „Ein positives Beispiel, das hoffentlich den einen oder anderen Nachahmer findet“, sagt Rainer Wallmann.

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