Kreistag: Rot-Grün verliert die Regierungsmehrheit

Was ändert sich im Landgrafenschloss in Eschwege: SPD und Grüne können nicht mehr ohne fremde Hilfe im Werra-Meißner-Kreis weiterregieren. Foto:  Greim

Werra-Meißner. Was sich schon beim Trendergebnis am Sonntagabend andeutete, hat sich nun bewahrheitet: Das rot-grüne Bündnis im Kreistag hat seine Mehrheit knapp verloren.

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Die SPD gab um 2,3 Prozent nach, kommt jetzt auf 41,8 Prozent. Zugleich muss siezwei Sitze im Parlament abgeben, haben noch 25. Auch die Grünen büßen bei einem Minus von 4,2 Prozent (nun 7,6 Prozent) zwei Sitze ein.

Damit verfügt die vor fünf Jahren erstmals im Kreistag gebildete rot-grüne Koalition nur noch über 30 Mandate im 61 Sitze umfassenden Parlament - eins zu wenig für die absolute Mehrheit.

Nun wird es spannend: Holt sich die SPD noch eine dritte Kraft ins Boot, wechselt sie den Partner (CDU oder FWG) oder setzt sie auf eine Minderheitsregierung?

Die SPD bleibt, das ist unstrittig, nach wie vor die mit Abstand stärkste Kraft im Landkreis. Gewinner der Kreistagswahl ist auf jeden Fall die Freie Wählergemeinschaft (FWG), sie legte 4,7 Prozent zu und kommt auf 10,6 Prozent. Damit erhält sie zwei weitere Sitze im Kreisparlament, nun sind es sechs.

Leichte Gewinne machten die FDP (4,9 Prozent, plus 1,0 Prozent) und die Linke (4,5 Prozent, plus 1,1 Prozent). Beide erhalten dafür einen Sitz mehr und kommen nun auf jeweils drei.

Fast unverändert bleibt die CDU (30,7 Prozent), sie behält nach einem Minus von 0,3 Prozent ihre 19 Mandate.

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