„Gute Ausgangslage für die Zukunft“

Landrat Stefan Reuß gibt einen Ausblick auf das kommende Jahr

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Bis ins zweite Quartal des kommenden Jahres soll sprichwörtlich in jedem Kuhdorf in der Region schnelles Internet vorhanden sein.

Landrat Stefan Reuß sieht für den Kreis eine gute Ausgangslage für die Zukunft. Das sagt er in einem Schreiben an die Menschen im Werra-Meißner-Kreis zum Jahresende.

Ausblick

Für die Wirtschaft erwartet Reuß weiterhin eine positive Entwicklung. Industrie, Handel und Handwerk hätten weiter Bedarf an Fachkräften und Auszubildenden. Nachwuchsgewinnung sei deshalb eine der großen Herausforderungen. „Wir arbeiten zusammen mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Werra-Meißner und den Vertretern der heimischen Wirtschaft intensiv daran.“

Bis zum zweiten Quartal 2020 sollen alle Orte des Kreises durch die Netcom an das schnelle Internet angeschlossen sein. Auch die Fertigstellung der A44 rücke „in greifbare Nähe“. Jetzt sei das Land Hessen aufgefordert, seine Hausaufgaben am A-44-Anschluss bei Kassel zu erledigen und die Ortsumfahrung bei Reichensachsen zu beschleunigen.

Landrat Stefan Reuß

Die Ergebnisse der Jugendkonferenz sollen in einen Masterplan Jugend münden. „Wir haben viele spannende Anregungen bekommen, die wir in Zukunft zusammen umsetzen möchten“, sagt Reuß.

Allerdings müsse der Kreis durch die Hessenkasse, die ihn von den Kassenkrediten befreite, in den kommenden Jahren Überschüsse von mindestens 2,5 Millionen Euro erwirtschaften. „Dies macht gerade für den Haushalt 2020 erneut eine strikte Haushaltsdisziplin notwendig.“

Rückblick

Für die Gewinnung von medizinischem Personal hat der Werra-Meißner-Kreis die Initiative “Land. Arzt. Leben.“ gestartet. Auszubildende in medizinischen Fachberufen, Studierende der Medizin, Pharmazie und Psychologie sowie Ärzte in Weiterbildung sollen so für eine Zukunft im Werra-Meißner-Kreis gewonnen werden.

Der Bevölkerungsrückgang hat sich verlangsamt. 2019 kamen mehr Menschen in unseren Kreis als solche, die ihn verließen..

Zwischentöne

Nach wie vor schockiert ist Reuß über den Tod des Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke, der im Juni mutmaßlich von einem Rechtsextremen erschossen wurde. „Dieser gewaltsame Tod zeichnet ein erschreckendes Bild der politischen Kultur in unserem Land, welche sich merklich verschlechtert hat“, sagt Reuß. „Es ist an uns allen darauf zu achten, dass unsere Demokratie nicht durch Extremisten unterhöhlt wird.“ 

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