Gesamtpersonalrat kritisiert Vorgehen der Landesregierung

Lehrer: Nach fünf Jahren Befristung ist Schluss

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Ständig neue Klassenzimmer und Schüler: Viele Lehrer leiden unter befristeten Verträgen.

Werra-Meißner. Lehrer, die seit fünf Jahren mit befristeten Verträgen an den Schulen Hessens unterrichten, sollen keine weiteren Aufträge mehr bekommen.

Laut dem Gesamtpersonalrat für Lehrer des Staatlichen Schulamts Bebra soll so verhindert werden, dass sich die Lehrer in ein unbefristetes Verhältnis einklagen können.

"Das ist eine unsoziale Methode“, kritisiert der Vorsitzende des Gesamtpersonalrates, Johannes Batton. Er und seine Kollegen vertreten die Lehrer in den Landkreisen Hersfeld-Rotenburg und Werra-Meißner und lehnen die Entscheidung des Landes Hessen ab. „Da wird etwas auf dem Rücken derjenigen ausgetragen, die einige Jahre gut genug waren, die Unterversorgung an den Schulen zu kaschieren.“ Derzeit haben 170 Lehrkräfte im Werra-Meißner-Kreis einen befristeten Vertrag. Für das hessische Kultusministerium stellt sich das anders dar.

„Eine unbefristete Beschäftigung scheitert in vielen Fällen an der nicht ausreichenden Qualifikation“, sagt Sprecher Stefan Löwer auf Anfrage unserer Zeitung. Oftmals besäßen die Lehrkräfte kein zweites Staatsexamen, zudem würde diejenigen mit befristeten Verträgen spätestens nach dem dritten Jahr darauf hingewiesen, dass sie ohne die nötige Qualifikation mit keiner Entfristung rechnen können. Für den Gesamtpersonalrat ist diese Aussage nur bedingt richtig: „Die Mehrzahl der Lehrkräfte mit befristeten Verträgen hat ein zweites Staatsexamen.“

Dass es in Hessen überhaupt Lehrkräfte mit befristeten Verträgen gibt, liegt laut dem Kultusministerium an Vertretungszeiten: In schweren Krankheitsfällen oder Elternzeit müsse ein Ersatz gefunden werden, der die Fächerkombination des ausgefallenen Lehrers hat. Da das selten gefunden wird, werden für den bestimmten Zeitraum mehrere Personen befristet angestellt.

Von Constanze Wüstefeld

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