Mehr Öffentlichkeitsarbeit in sozialen Netzwerken

Marketingkonzept soll helfen, Feuerwehrnachwuchs zu gewinnen

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Einsatz am Instrument: Neun Musikgruppen gibt es bei den Wehren im Kreisgebiet, wie Kreisstabführer Edgar Maurer (rechts, Witzenhausen) sagte. Schwungvoll leitete der Musikzug der Feuerwehr Frankershausen (Bild) die Versammlung des Kreisfeuerwehrverbands am Freitagabend ein.

Werra-Meißner. Die 133 Wehren, die im Kreisfeuerwehrverband Werra-Meißner zusammengeschlossen sind, wollen dem Mitgliederschwund ein Marketingkonzept entgegensetzen.

Bei der Verbandsversammlung am Freitag in Hitzerode trat Vorsitzender Hans-Heinz Staude (Witzenhausen) für eine professionelle Mitgliederwerbung ein. Ein Großteil der Wehren will sich aktiv einbringen.

Vorstandsmitglied Markus Müller (Neu-Eichenberg) schlug selbstkritische Töne an: Nach dreijähriger Vorbereitung für ein Zukunftssicherungskonzept müsse man feststellen, dass man „nicht so viel“ erreicht habe. Der Abstimmungsprozess sei kompliziert, man schaue sich auch in anderen Regionen nach neuen Wegen um. Der Anfang ist gemacht - mit einem neuen Flyer, der im August erscheinen soll, will man für die Arbeit der Wehren werben.

Bausteine der neuen Strategie sind ein Findungsworkshop und Schulungen der Wehren vor Ort. Inhalte sollen Öffentlichkeitsarbeit, eine Schreibwerkstatt, Fotografie, der Umgang mit sozialen Medien, die Medienbetreuung an Einsatzstellen und die Gewinnung von Einsatzkräften sein. Die Umsetzung ist mit Kosten in Höhe von 25 000 Euro veranschlagt. Landrat Stefan Reuß (SPD) und Kreisbrandinspektor Christian Sasse haben bereits zugesagt, dass der Kreis sich mit der Hälfte beteiligt. Der Rest soll von den Wehren kommen. Im Schnitt kommt auf jede Wehr ein Obolus von 50 Euro zu.

Vize-Kreisjugendwart Christian Polster rief zu einer Stärkung der Jugendarbeit auf: „Die Jugendwehr ist die kommende Einsatzabteilung.“ Zur Zeit sind 86 Jugendwehren aktiv. Dilemma: Entweder es gibt zu wenig Kinder im Ort, oder es fehlen geeignete Führungskräfte. Ähnlich äußerte sich Volker Gabel (Leiter Brandschutzerziehung): Die vorbeugende Arbeit findet in Kindergärten, Schulen und Vereinen sowie neuerdings in Flüchtlingswohnheimen statt.

Gert Körner übergab eine Spende von 500 Euro von der VR-Bank Werra-Meißner. Mit dem Geld soll gezielt die Jugendarbeit der Wehren gefördert werden.

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