1,5 Millionen Euro für Entwicklung des Landkreises

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Froh über Hilfe aus Berlin: Landrat Stefan Reuß (rechts mit Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) bei der Auftaktkonferenz des Modellvorhabens Land(auf)Schwung.

Werra-Meißner. Erfreuliche Nachrichten aus Berlin: Der Werra-Meißner-Kreis darf sich über eine stattliche Summe von 1,5 Millionen Euro freuen.

Rückenwind für den Kampf gegen den demografischen Wandel in der Region: 1,5 Millionen Euro erhält der Werra-Meißner-Kreis bis 2018 vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Damit soll die Region trotz Bevölkerungsrückgang und schwieriger wirtschaftlicher Voraussetzungen fit für die Zukunft gemacht werden. Der Werra-Meißner-Kreis wurde jetzt als eine von bundesweit 13 Modellregionen für das Projekt „Land(auf)schwung“ ausgewählt - als einzige in Hessen.

Bei der Bewerbung setzten der Verein für Regionalentwicklung (VfR) und Vertreter des Kreises auf die Schwerpunkte Wirtschaft und Bildung. Dabei sollen Angebote für junge Menschen geschaffen werden, sich hier eine Zukunft aufzubauen - über eine Ausbildung oder durch Hilfe bei der Existenzgründung.

Das Bemühen wurde von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, der Industrie- und Handelskammer, heimischen Netzwerken von Unternehmern und Firmen, der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter unterstützt. „Wir freuen uns sehr, dass es uns wieder einmal gemeinsam gelungen ist, in einem anspruchsvollen Wettbewerb die Nase vorn zu haben“, teilten VfR-Vorsitzende Helga Kawe und Landrat Stefan Reuß mit.

Bereits von 2009 bis 2012 war der Kreis vom Bund über das Zukunftsprojekt „Region schafft Zukunft“ gefördert worden. Damals lag die Fördersumme allerdings nur bei einer Million Euro. Trotzdem wurde viel erreicht: Kreissprecher Jörg Klinge nennt etwa die Dorfläden in Gertenbach und Datterode, den Mehrgenerationenplatz in Jestädt und den Umbau des Ermschwerder Schlosses in ein Haus der Generationen. „Wir können feststellen, dass mit vielen kleineren Projekten der dramatische Bevölkerungsrückgang verlangsamt werden konnte“, sagt Reuß. „Mit 1,5 Millionen Euro werden wir eine Menge bewegen können.“

Hintergrund

13 strukturschwache Regionen in Deutschland sollen im Projekt „Land (auf) Schwung“ je1,5 Millionen Euro vom Bundeslandwirtschaftministerium (BMEL) für die Förderung des ländlichen Raums erhalten.

Als Modellregion sollen sie ein Beispiel für andere sein, heißt es in einer Pressemitteilung. In den Genuss der Förderung kommen sechs Gebiete in den neuen Bundesländern, aber auch der Hochsauerlandkreis und die Region Höxter. Ausgewählt wurden sie von einer Jury um Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) aus 39 Bewerberregionen.

Diese erhielten bereits in der Qualifizierungsphase 30.000 Euro, um Konzepte ausarbeiten zu können.

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