Mit 1 PS durch die Natur

Naturpark bietet zwei neue Touren für Wanderreiter über den Hohen Meißner

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Lagebesprechung vor Eröffnung des ersten Wanderreitweges im Kreis: Gutsherrin Beate Menthe (von links), Andrea Imhäuser, Frauke (14), Marco Lenarduzzi und Karoline (17) auf dem Hofgut Weiden bei Bad Sooden-Allendorf. 

Werra-Meißner. Wanderreiter, die hoch zu Ross die Gegend rund um den Meißner erkunden wollen, mussten sich bislang selbst mit Karte und Kompass einen Weg suchen. Jetzt gibt es zwei offizielle Touren.

Sanfte Hügel, wogende Felder, das satte Grün der Wiesen und Weiden, schattige Wälder und im Tal das silberne Band der Werra – der liebe Gott hat’s gut gemeint mit unserer Region. Und wie ließe sich die wunderschöne Landschaft besser genießen als auf dem Rücken eines Pferdes. Mit 1 PS durch die Natur ist das neueste Angebot des Geo-Naturparks Frau-Holle-Land in Zusammenarbeit mit dem Reiterhof Hirschberg in Großalmerode und dem Hofgut Weiden im gleichnamigen Stadtteil von Bad Sooden-Allendorf.

Naturpark-Geschäftsführer, Marco Lenarduzzi und dessen Mitarbeiterin Andrea Imhäuser stellten das Wanderreiten im Werra-Meißner-Kreis als lange Zeit vernachlässigtes Stiefkind im harten Tourismusgeschäft vor.

Auf dem historischen Vierseitenhof in Weiden hatte Gutsherrin Beate Menthe ihre gutmütigen Island-Pferde bereits gesattelt, als Lenarduzzi und Imhäuser gestanden, abgesehen etwa von der privaten Initiative des Reiterhofes Hirschberg habe das Wanderreiten „in einer der schönsten Regionen Deutschlands“ bislang eher ein Schattendasein geführt. Das soll sich jetzt gründlich ändern. Denn neben den hierzulande 21 Premium-Wanderwegen für stramme Marschierer gibt es nun auch den ersten offiziellen Wanderreitweg im Kreis.

Der führt vom Hirschberg aus am Rande des Kaufunger Waldes über Rommerode, Velmeden und Hausen hinauf zum Hohen Meißner und von der Kasseler Kuppe als mit 754 Metern höchster Erhebung über Frankershausen und Orferode zum Hofgut Weiden.

Die 30 Kilometer entsprechen einem Tagesritt. Auf gleich langer Strecke geht es zurück über Sooden, Roßkopf, Vollungssattel, Hundelshausen und Bilstein zum Hirschberg. Das funktioniert natürlich auch umgekehrt. Und wer mag, kann auch in Weiden starten. Dorthin muss der Reiter aber sein eigenes Pferd mitbringen, während auf dem Hirschberg ein zuverlässiges Pferd auch leihweise zu haben ist.

Übernachtungsmöglichkeiten für Ross und Reiter bestehen an beiden Stationen. Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke gibt es zur Genüge. Elf Wirte freuen sich über reiterliche Kundschaft.

Ausgeschildert ist der Wanderreitweg allerdings nicht. Wer keinen Abzweig verpassen will, lädt sich vorab den GPS-Track aufs Smartphone und findet so die richtige Strecke. Sichere Alternative: Auf dem neuen Faltblatt „Hoch zu Ross“ ist der QR-Code abgedruckt, der direkt zum Strecken-Download führt. (zcc)

Weitere Informationen:

Erhältlich ist das Faltblatt im Naturpark-Büro, Niederhoner Straße 54 in Eschwege, sowie bei den Tourist-Infos in Großalmerode und Bad Sooden-Allendorf. 

www.naturparkfrauholleland.de

www.reiterhof-hirschberg.de

Hofgut Weiden, Tel. 0 56 52/ 9 14 11.

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