Gebiet erstreckt sich über drei Bundesländer

Nach der Fusion: Neue VR-Bank Mitte zieht erste positive Bilanz

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Mit Obst zu neuen Mitarbeitern: Die Vorstände der neuen VR-Bank Mitte, Rolf Döring (von links), Uwe Linnenkohl, Bettina Maschke, Holger Willuhn und Björn Henkel begegnen dem Fachkräftemangel mit einer neuen Kampagne - die mit neu zusammengesetzten Äpfeln, Zitronen und Orangen wirbt. 

Werra-Meißner. Die Fusion der VR-Bank Werra-Meißner und der Volksbank Mitte aus Duderstadt schreitet voran – und Kunden sowie Mitglieder scheinen die Bemühungen zu unterstützen.

Das geht aus der vorläufigen Bilanz hervor, die das Vorstandsteam am Montag vorlegte.

Die Idee

Vor einem Jahr haben die VR-Bank Werra-Meißner und die Volksbank Mitte bekannt gegeben, zum 1. Januar 2019 fusionieren zu wollen. Die Vorstände glauben, nur als große Bank gegen Direktbanken im Internet oder die Sparkasse bestehen zu können, weil man sich so besser spezialisieren, mehr digitale Angebote entwickeln und Großprojekte besser finanzieren könne. 

Geschäftsgebiet erstreckt sich über drei Bundesländer: die neue VR-Bank Mitte.

Die neue „VR-Bank Mitte“ betreut 50 000 Kunden in Hessen, Niedersachsen und Thüringen, das Geschäftsgebiet erstreckt sich über 110 Kilometer Luftlinie. „Trotzdem wollen wir eine regionale Bank bleiben“, sagt Vorstand Björn Henkel.

Die Zahlen

Laut Vorstand Uwe Linnenkohl konnten die Banken trotz der Arbeit an der Fusion ihre Bilanz 2018 verbessern: Die gemeinsame Bilanzsumme stieg um 41 Millionen auf 2,345 Milliarden Euro, die Kundenkredite auf 1,091 Milliarden (+ 20 Mio.), die Kundeneinlagen auf 1,649 Milliarden (+ 70 Millionen).

Die Mitarbeiter

Oft werden bei Fusionen Jobs gestrichen – die neue Bank soll dagegen wachsen. Aktuell gibt es 476 Mitarbeiter, darunter 32 Auszubildende. Zehn Stellen sind vakant, weitere werden durch Eintritt in den Ruhestand 2019 noch frei. Fachleute würden gesucht, Quereinsteiger oder Studienabbrecher seien willkommen, sagt Vorstand Rolf Döring. Um Mitarbeiter langfristig zu binden, setzen die Vorstände auf Homeoffice-Regelungen, Gesundheitsangebote und Fortbildungen. Letztere sind nötig, weil die Kunden dank der Digitalisierung vielfältiger betreut werden – in der Filiale, am Telefon, per E-Mail, App oder Videogespräch. Zudem bildet die Bank auch den neuen Beruf der „Fachkraft für Dialogmarketing“ aus.

Die 32 Filialen werden vorerst erhalten, die Hauptsitze sind in Witzenhausen und Duderstadt. Wo die Spezialabteilungen angesiedelt sein sollen, erfahren die Mitarbeiter Ende Februar. Falls der neue Dienstort nicht erreichbar sein sollte, sei ein Aufgabentausch mit anderen Mitarbeitern denkbar.

Die Kunden

Die Kunden der VR-Bank Werra-Meißner behalten ihre Kontonummern, einige Kunden der Volksbank Mitte müssen sich an neue Nummern gewöhnen. Zudem versteht sich die neue Bank als „Mitmach-Bank“, bei der sich die Kunden einbringen können – etwa bei der Vergabe von Spenden oder um Wünsche abzugeben. Ein Mitglieder-Treffen ist für den Frühsommer geplant, sagt Vorstand Bettina Maschke.

Der Zeitplan

Seit Oktober erarbeiten die Vorstände eine Strategie, wie die neue Bank künftig arbeiten und welche Schwerpunkte sie setzen soll. Die Konzepte werden den Mitarbeitern am 23. Februar in Bad Sooden-Allendorf vorgestellt, danach sollen die Mitarbeiter in Gruppen an den Details feilen – etwa wie Abläufe, Öffnungszeiten und Formulare aussehen sollen. Die technische Umsetzung und die Vereinheitlichung der Computersysteme sollen zum 14. September beendet sein. Dann sollen Kunden Bankgeschäfte an jedem Standort abwickeln können.   

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