Polizei erstattet in drei Jahren lediglich 25-mal Anzeige

Notrufe werden im Werra-Meißner-Kreis nur selten missbraucht

Werra-Meißner. Erfreulich selten wird der Notruf von Polizei und Feuerwehr im Werra-Meißner-Kreis missbraucht. „In diesem Jahr haben wir erst einen Missbrauch zur Anzeige gebracht“, sagt Reiner Lingner, Pressesprecher der Polizei Werra-Meißner.

Innerhalb der vergangenen drei Jahre habe man insgesamt 25 Fälle verzeichnet. Die Feuerwehr rückte in den vergangenen drei Jahren zwar immer öfter aus, die Anzahl der Fehlalarmierungen und -einsätze ging dabei jedoch erheblich zurück. So wurden 2013 aus 18.548 Anrufen nur 13.800 Einsätze erstellt, im Jahr darauf waren es bei weniger Anrufen (18.232) 620 Einsätze mehr – insgesamt 14.420.

Im vergangenen Jahr wurden 16.803 Einsätze bei 17.052 Anrufen verzeichnet, gerade einmal 249 Anrufe führten zu keinem tatsächlichen Einsatz. „Darunter können sowohl falsch verbundene Anrufer als auch Fehleinsätze gewesen sein“, sagt Jörg Klinge, Pressesprecher des Landkreises. Missbräuche wurden keine registriert.

Wie viele Anrufe bei der Polizei unter der 110 eingehen, bei denen es sich nicht unbedingt um einen Notfall handelt, kann Lingner nicht sagen. Wenn es sich um keinen vorsätzlichen Missbrauch handelt, werden die Anrufe nicht erfasst. Er schätzt jedoch, dass es sich bei der Hälfte der Anrufe um keinen Notfall handelt. Pro Jahr gingen schätzungsweise 1000 Anrufe unter der 110 im Kreis ein. „Manchmal erhalten die Kollegen drei bis fünf Anrufe täglich, manchmal gar keinen.“ Die Anzahl sei im Großen und Ganzen in den vergangenen Jahren gleich geblieben.

Die Anrufe werden aufgezeichnet und können als Beweismittel vor Gericht eingesetzt werden. „Es gibt eine gesetzliche Aufbewahrungsfrist von mindestens drei Monaten, in der Regel werden die Aufzeichnungen ein Jahr aufbewahrt“, sagt Klinge. Lingner wollte zur Aufbewahrungsdauer aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angabe machen.

Rubriklistenbild: © dpa

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