Neues Projekt: Berufsberatung im Unterricht

Schüler im Werra-Meißner-Kreis sollen ihren Beruf früher planen

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Lebensbegleitende Berufsberatung: Diese Idee in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit stellte der stellvertretende Schulamtsleiter Jürgen Krompholz vor. In Nordrhein-Westfalen wurde das Konzept 2017 erstmals umgesetzt.

Die Berufsplanung für Schüler aus dem Werra-Meißner-Kreis und dem Kreis Hersfeld-Rotenburg soll ab dem kommenden Schuljahr früher einsetzen und auch länger andauern.

Geplant ist die Einführung der „Lebensbegleitenden Berufsberatung (LBB)“. Diese Idee in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit stellte der stellvertretende Schulamtsleiter Jürgen Krompholz am Freitag während der jährlichen Pressekonferenz zum Schuljahresbeginn vor.

Flächendeckend soll demnach ein wöchentliches Angebot für Schüler und Eltern in der 8. Klasse (auch Gymnasialzweig) geben, um schon frühzeitig die Möglichkeiten der beruflichen Bildung zu vermitteln. In den Klassen 9 bis 13 soll es über die Schuljahre verteilt vier doppelstündige Berufsberatungen geben.

Mit intensiver Vorbereitung Schülern bei der richtigen Berufswahl helfen

Das Ziel des Ganzen: Frühere und intensivere Berufsorientierung soll dazu beitragen, dass kein Schüler „verloren“ geht, also Ausbildung oder Studium aufgrund einer falschen Wahl vorzeitig abbricht. Eltern sollen deshalb miteinbezogen werden, weil sie aufgrund der zunehmend differenzierten Berufsbilder nicht mehr so beraten können wie ehedem.

Etwa 6300 Jugendliche besuchen die Beruflichen Schulen im Schulamtsbezirk, rund 3900 von ihnen in der klassischen dualen Ausbildung, berichtet Dirk Beulshausen, der für die Beruflichen Schulen zuständige Aufsichtsbeamte. Es gibt dort immer mehr Fachrichtungen.

Erneut ist das Betreuungsangebot an den Schulen gestiegen

An 71 von 77 Schulen in den Landkreisen Werra-Meißner und Hersfeld-Rotenburg gibt es solche Angebote. Der „Pakt für den Nachmittag“ stieg im Werra-Meißner-Kreis auf 14, im Kreis Hersfeld-Rotenburg auf 17 Schulen. Der Pakt ermöglicht Grundschulen ein Betreuungsangebot von 7.30 bis 17 Uhr.

Die Schülerschaft hat sich in den vergangenen Jahren verändert, darauf wurde in Hessen im vorigen Jahr mit der Einführung der unterrichtsbegleitenden Unterstützung durch sozialpädagogische Fachkräfte (UBUS) reagiert. 31 Stellen wurden vom Land für den Schulamtsbezirk geschaffen, die im Unterricht als Begleitung an 48 Schulen eingesetzt werden sollen. An fünf Schulen sind die Stellen noch nicht besetzt, berichtete Schulamtsleiterin Anita Hofmann, die Verfahren dazu liefen aber. Die eigentlich raren Fachkräfte konnten auch deshalb gefunden werden, weil sie im Flüchtlingsbereich nicht mehr benötigt wurden.

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