Wahlkreis wurde neu zugeschnitten

Sieben Kandidaten wollen für den Wahlkreis 9 in den Landtag

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Sie wollen für den Wahlkreis 9 in den Hessischen Landtag: oben von links Dirk Landau (CDU, 54 Jahre alt), Knut John (SPD, 55), Felix Martin (Bündnis 90/Die Grünen, 23), unten von links Michael Göbel (FDP, 50), Dorothea Volland (Die Linke, 32), Andreas Hölzel (Freie Wähler, 59) und Dr. Klaus-Dirk Schenk (AfD, 73).

Werra-Meißner. Alle sieben Kandidaten aus dem Wahlkreis 9, die sich für den nördlichen Werra-Meißner-Kreis bei der Wahl am 28. Oktober um einen Sitz im Hessischen Landtag bewerben, sind zulassungsfähig.

Das bestätigte der Kreiswahlausschuss auf Anfrage unserer Zeitung. Die Bewerbungsfrist war am Montagabend um 18 Uhr abgelaufen. Zusätzliche Kandidaten werden jetzt nicht mehr angenommen.

Direktkandidaten für Wahlkreis 9 (Eschwege-Witzenhausen)

- Dirk Landau (CDU, 54 Jahre alt, Landtagsabgeordneter) 

- Knut John (SPD, 55, Projekt- und Bereichsleiter), 

- Felix Martin (Bündnis 90/Die Grünen, 23, Auszubildender zum Bankkaufmann), 

- Dorothea Volland (Die Linke, 32, Studentin), 

- Michael Göbel (FDP, 50, Versicherungsfachwirt),

- Andreas Hölzel (FWG, 59, Kaufmann) und 

- Dr. Klaus-Dirk Schenk (AfD, 73, Pharmakologe).

Sie stehen in den Städten und Gemeinden Bad Sooden-Allendorf, Berkatal, Eschwege, Großalmerode, Hessisch Lichtenau, Meinhard, Neu-Eichenberg, Nieste, Wanfried, Witzenhausen zur Wahl.

Im Wahlkreis 10, der den südlichen Werra-Meißner-Kreis und Rotenburg umfasst, stellen sich ebenfalls sieben Direktkandidaten zur Wahl: Karina Fissmann (SPD), Lena Arnoldt (CDU), Helena Pfingst (Grüne), Anne Noetzel (Die Linke), Gerhard Schenk (AfD), Aribert Kirch (FDP) und Dr. Claus Wenzel (Freie Wähler).

Spannend bleibt die Frage um die Kandidatur des Abgeordneten Landau: In dieser Plenarwoche entscheidet der Hessische Landtag, ob auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kassel seine Immunität aufgehoben wird. Gegen ihn wird wegen Verleumdung ermittelt. Landau glaubt an seine Kandidatur. „Ich habe mir nichts vorzuwerfen“, sagte er.

Gegen eine Zulassung könnten vor allem formelle Gründe sprechen. Endgültig entschieden wird über die Zulassung am 31. August. Dann tagen in beiden Wahlkreisen die Kreiswahlausschüsse öffentlich – in Eschwege für den Wahlkreis 9 um 10 Uhr im Sitzungssaal 1 im Landgrafenschloss. Bis zur Wahl ist im Wahlkreis 9 indes ein Online-Auftritt geplant, um die Ergebnisse zum letzten Urnengang 2013 vergleichbar zu machen. 

Nieste ist neu dabei

Für viel Aufregung hat in den vergangenen Monaten die Wahlkreisreform gesorgt. Der Landtag hatte im Dezember mit Mehrheit der schwarz-grünen Landesregierung unter anderem beschlossen, dass beispielsweise die Gemeinde Nieste aus dem Landkreis Kassel nicht mehr wie bisher im Wahlkreis Kassel-Land II wählt, sondern nun zum angrenzenden Wahlkreis 9 (Eschwege-Witzenhausen) gehört. 

Gleiches gilt für die Gemeinde Ludwigsau, die durch die Reform vom Wahlkreis 11 (Hersfeld) in den Wahlkreis 10 (Rotenburg) gerutscht ist. 56 Parlamentarier hatten im Landtag bei der Entscheidung im Dezember mit Ja gestimmt, 39 waren gegen die Gesetzesänderung. Es gab sechs Enthaltungen. SPD, FDP und Linke wollten eine Neuordnung der Wahlkreise erst nach der Landtagswahl im Herbst 2018 umsetzen. 

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