Das erhofft sich die Redaktion für die Region

Was wird 2016 bringen? Sieben Wünsche für den Landkreis

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Hilfe muss weitergehen: Wir wünschen uns für 2016, dass den vielen fleißigen Menschen, die sich für die Flüchtlinge im Kreis engagieren, die Luft nicht ausgeht und sie ihr wichtiges Ehrenamt fortsetzen können. Unser Bild zeigt die Schülerinnen Amanda (von links), Viktoria und Alena aus Eschwege, die in der DRK-Kleiderkammer in Hessisch Lichtenau gespendete Kleider sortieren.

Werra-Meißner. Was wird das neue Jahr 2016 dem Werra-Meißner-Kreis bringen? Hier sind sieben Dinge, wie wir aus unserer Redaktion der Region im kommenden Jahr wünschen.

1. Engagement für die Flüchtlinge:  Ein langer Atem wird nötig sein, um die vielen Flüchtlinge, die derzeit im Werra-Meißner-Kreis untergebracht sind, zu integrieren. Kleiderspenden allein reichen nicht aus. Im Gegenteil: Deutschkurse, Hilfe bei Behördengängen, Praktikumsstellen - in vielen Bereichen werden noch Helfer gebraucht, damit sich die, die sich jetzt schon engagieren, nicht aufreiben. Vielleicht möchte ja jemand als Sprachpartner beim Deutschlernen helfen, Flüchtlingskinder mit zum Sport nehmen oder Unterhaltungsangebote für die Flüchtlinge machen, die noch nicht arbeiten dürfen, weil ihr Aufenthaltsstatus nicht geklärt ist.

2. Fairer Kommunalwahlkampf:  Am 6. März, entscheiden die Wahlberechtigten im Kreis, welche Parteien in den kommenden fünf Jahren die Geschicke der Städte und Gemeinden sowie des Kreises wesentlich mitgestalten sollen. Natürlich gehört Klappern zum Geschäft des Wahlkampfes, aber wir hoffen, dass die gegenseitigen Attacken fair bleiben - denn schließlich müssen die Kommunalpolitiker nach der Wahl ja in den Parlamenten und im Kreistag wieder zusammenarbeiten.

3.Schnelles Internet: In bei Internetanbietern begehrten Städten wie Hessisch Lichtenau wird schon jetzt um Kunden gerungen, obwohl der Breitbandausbau frühestens im Sommer kommen und das Internet in den großen Orten noch schneller machen wird. Gleichzeitig schauen viele Dörfer im Kreis in die Röhre: In Weißenbach und Dudenrode, Eichenberg-Bahnhof und Hausen, Hitzelrode und Frieda ist noch nicht einmal ein Telekom-Anschluss mit mickrigen 16 MBit/Sekunde vorhanden - während die Bundesregierung einen Breitbandausbau auf 50 MBit/Sekunde anstrebt. 2016 muss endlich schnelles Internet kommen, damit der ländliche Raum nicht weiter abgehängt wird.

Wäre schön: Schnee auf dem Meißner ist in dieser Saison noch Mangelware. Archivfoto: Eckhard Strauch/nh

4. Schnee: Der Meißner ist in der Region ein wichtiger Wintersportort. Nach Weihnachten im Grünen hoffen wir, dass wenigstens im Januar und Februar Skifahren, Snowboarden und Rodeln möglich wird - und sich Jung und Alt endlich auf Pisten und Loipen tummeln können.

5. Erfolg für die Modellregion Ökolandbau:  Klar sind Bioprodukte teurer als konventionell produzierte aus dem Discounter. Trotzdem ist das Ziel des Landes, den Werra-Meißner-Kreis über die Modellregion Ökolandbau voranzubringen, lobenswert. Denn an vielen Stellen im Kreis ist viel Wissen über nachhaltige Landwirtschaft und Produktion von Lebensmitteln vorhanden, das viel mehr Menschen zugute kommen könnte. Wenn die Modellregion Erfolg hat, kommen mehr Touristen, es bleibt mehr Geld bei den heimischen Erzeugern und die Menschen leben gesünder und nachhaltiger. Klingt utopisch? Vielleicht. Aber ein Versuch ist es wert.

6. Weniger Salz in der Werra: Bis Ende 2016 darf der Düngemittelproduzent K+S noch Salzabwässer in den Untergrund verpressen oder in die Werra einleiten. Denn das Regierungspräsidium (RP) Kassel hat die Versenkerlaubnis vorerst verlängert. Es bleibt zu hoffen, dass das RP im kommenden Jahr endlich einen Schlussstrich unter die umstrittene Versorgungspraxis zieht, damit die Wasserqualität der Werra schnell wieder besser wird.

7. Endlich ein Ergebnis in Sachen Werrabrücke: Es wäre schon gut, wenn Witzenhausen 2016 eine neue Werrabrücke bekäme und sich nicht weiter Fahrzeuge über zwölf Tonnen Gewicht über das marode alte Bauwerk quälen. Denn wenn die alte Brücke wegen akuter Überlastung gesperrt werden müsste, bevor es einen Neubau gibt, droht der Kirschenstadt ein Verkehrskollaps. Der würde auch Richtung B 80, B 27 und B 451 ausstrahlen. Dass die Bagger für den Neubau tatsächlich 2016 anrücken, ist unwahrscheinlich. Aber das hier ist ja auch nur eine Wunschliste.

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