Kurzer Frühlingshauch erwartet

So war das Februar-Wetter: Dem Winter im Werra-Meißner-Kreis geht die Puste aus

Werra-Meißner. Nachdem der Winter bisher doch etwas kälter als gewöhnlich war, änderte sich dieses Bild im Februar zusehends. Mit einer Mitteltemperatur von +3,2˚C war es letztendlich um 1,6˚C wärmer als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre.

Nachdem der bisherige Winter sehr häufig von niederschlagsarmen mitteleuropäischen Hochdrucklagen geprägt war, setzte sich diese Witterungs-Charakteristik in der ersten Hälfte des Februars fort. Da keine Kalt- oder Warmluftmasse in Bodennähe zu uns transportiert wurde, waren die Temperaturen quasi hausgemacht. Dies führte nachts regelmäßig zu leichtem Frost, tagsüber stiegen die Temperaturen – mit Ausnahme des 10. – über den Gefrierpunkt.

Mit langsamer Ostverlagerung des Hochdruckgebietes und gleichzeitiger Zunahme der Tiefdrucktätigkeit über Westeuropa verstärkten sich die Luftdruckgegensätze etwas und mit südlicher Strömung wurde vom 13. bis 16. dann besonders in der Höhe wärmere und trockene Luft aus Südosteuropa herangeführt. Bei sonnigem Wetter trat dann in den klaren Nächten zwar immer noch Frost auf, tagsüber war es aber dann schon fast frühlingshaft mild.

Ab dem 16. stellte sich die Großwetterlage bis zum Monatsende vollständig um. Erstmals seit längerer Zeit konnten von Westen her wiederholt atlantische Tiefdruckgebiete auf unsere Region übergreifen. In der Folge war es unbeständiger, windig und mild.

Am 23. und 24. kam es zu Sturmböen, die sogar Bäume entwurzelten. Die Niederschläge der letzten Monatsdekade konnten auch die Trockenheit ein wenig abschwächen. Mit 27,9 Liter je Quadratmeter fielen aber auch so nur 87 Prozent der normalen Niederschlagsmenge, der Februar ist ohnehin einer der trockensten Monate des Jahres. Zur Ausbildung einer Schneedecke kam es an der Station nicht. Mit 62 Stunden erreichte die Sonnenscheindauer exakt den langjährigen Monatsdurchschnitt.

Mit dem März beginnt nun der meteorologische Frühling. Der Winter war insgesamt eher kühl, aber vor allem zu trocken und sehr schneearm. Der März beginnt unbeständig und windig, dabei kommt es vorübergehend zum Zustrom von Warmluft. Im weiteren Verlauf wird es aber eher kühler, allerdings pendeln dann die Temperaturen um die für die Jahreszeit üblichen Werte. Damit ist zurzeit weder ein früher Frühlingsbeginn noch ein spätwinterlicher Witterungsabschnitt in Aussicht. (zkn)

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