Sozialpreis im Werra-Meißner-Kreis vergeben

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Bündnis Eschwege. Das Bündnis für Familie in Eschwege war 2007 eines der ersten, das an den Start ging. Die Ferienspiele, eine Familienbroschüre oder die Familienkarte sind auf Initiative des Bündnisses entstanden. Während zu Beginn das Eschweger Bündnis an einzelnen Projekten gearbeitet hat, steht heute die Koordination und Weiterentwicklung der gesamten Angebote für Familien mit Kindern und für Senioren im Vordergrund. 

Werra-Meißner-Kreis. Der Preis wurde in drei Kategorien an Menschen vergeben, die sich für andere einsetzen. Das Bündnis der Familie existiert seit zehn Jahren.

Achtmal wurde dieses Jahr der Sozialpreis des Werra-Meißner-Kreises vergeben. Die Lokalen Bündnisse für Familie aus Eschwege, Witzenhausen, Bad Sooden-Allendorf, Wehretal, Waldkappel und Wanfried haben den Preis für ihre langjährige Arbeit erhalten. Außerdem wurde Antje Vopicka und ihr Alleinerziehenden-Treff sowie Lisa Jung mit ihrem Team für die Betreuung von Schwangeren und Müttern mit Babies ausgezeichnet. Landrat Stefan Reuß zeigte sich stolz über so viel soziales Engagement im gesamten Landkreis.

1.Bündnisse für Familien. Die Bündnisse haben sich in den Jahren 2007 bis 2011 gegründet und gemeinsam ein Netzwerk für Familien aufgebaut, das sie in allen Phasen unterstützt. Von den „Frühen Hilfen“ für Neugeborene über die Zusammenarbeit von Kindertagesstätten, der Nachmittagsbetreuung von Schulkindern, der Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder der Förderung von Senioren, die Aufgaben, die die Bündnisse in den einzelnen Kommunen übernommen haben, sind so vielschichtig wie Familien selber.

„Das Bündnis auf Kreisebene arbeitet sehr gut mit den Lokalen Bündnissen auf kommunaler Ebene zusammen“, lobt Ilona Friedrich vom Werra-Meißner-Kreis. Dieses Engagement wurde jetzt vom Werra-Meißner-Kreis ausgezeichnet und jeweils mit einem Preis in Höhe von 400 Euro belohnt.

2.Alleinerziehenden Treff. Antje Vopicka leitet seit 2004 den Treffpunkt in der Evangelischen Familienbildungsstätte und hat sich hier nach Angaben von Landrat Stefan Reuß „in hervorragender Weise für die Belange von Alleinerziehenden eingesetzt“. Die Alleinerziehenden treffen sich jeden zweiten und vierten Sonntag im Monat. „Bewusst ist hierfür der Sonntag ausgewählt worden, weil dies ein Familientag ist, der für viele Alleinerziehende negativ belastet ist“, erklärt Ilona Friedrich. Die meisten Teilnehmerinnen betonen, dass „der Treff sie davor rettet, diesen furchtbaren Tag allein zu gestalten und dass sie sich auf dieses schöne Ereignis freuen“. Die Treffen werden von Antje Vopicka sorgfältig vorbereitet. Hier geht es hauptsächlich um die Entwicklung der Kinder und oft auch um die Entwicklung der Mütter. Für besonders prekäre Situationen und in Notfällen bietet Antje Vopicka Einzelberatungen an und ist auch kurzfristig ansprechbar. „Für uns ist es nicht selbstverständlich, dass Antje Vopicka zweimal im Monat ihren „freien Sonntag“ opfert, um ihn mit Alleinerziehenden zu verbringen“, sagt Ilona Friedrich. Der Werra-Meißner-Kreis belohnt das Engagement mit 300 Euro.

3. Betreuung von Schwangeren und Müttern von Babys. Lisa Jung, Sarah Mecha und ihr Team haben in den vergangenen eineinhalb Jahren in Kooperation und engen Absprachen mit der Awo-Flüchtlingsbetreuung viele Schwangere und junge Mütter begleitet und beraten. Kreißsäle in Göttingen und Eschwege wurden besichtigt, um den Frauen die Angst vor der Geburt und der Umgebung eines Krankenhauses zu nehmen.

Die Frauen wurden mit ihren Kindern nach der Geburt im Krankenhaus abgeholt, Sachspenden für Mutter und Kind gesammelt und Ernährungs- und Zahnpflegehinweis gegeben. Darüber hinaus wurde ein Raum eingerichtet, in dem vertrauliche Gespräche und Gruppenangebote stattfinden. „Frau Jung hat gemeinsam mit ihrem Team einen wichtigen Beitrag zur Integration und bei der Unterstützung und Hilfestellung von Familien geleistet“, sagt Friedrich. Dem Kreis ist das 300 Euro wert. (eb)

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