„Entscheidende Akzente gesetzt“

Sparkassenchef Nickel wechselt zur Landesbank

+
Zeit für Veränderung: Vorstandsvorsitzender Frank Nickel wechselt im Februar 2019 in den Vorstand der Hessischen Landesbank. 

Werra-Meißner. „Ich sehe seine berufliche Veränderung mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, würdigte Landrat Stefan Reuß die Verdienste des scheidenden Vorstandschefs der Sparkasse Werra-Meißner in einem ersten Statement. 20 Jahre lang hatte Frank Nickel den Vorsitz des Vorstandes inne.

Frank Nickel wurde 1998 Nachfolger des vorherigen Sparkassendirektors Heinrich Keller. In Nickels Amtszeit erwirkte er eine Steigerung der Bilanzsumme um rund 300 Millionen Euro von rund 1,5 Milliarden auf fast 1,8 Milliarden Euro. Die Kundeneinlagen sind nach Angaben des Unternehmens von 980 Millionen Euro auf nahezu 1150 Millionen Euro gestiegen. Das Kreditvolumen erhöhte sich von 960 Millionen Euro auf 1030 Millionen Euro.

Als Vorstandsmitglied des IHK-Regionalausschusses oder als Aufsichtsratsmitglied der Wirtschaftsförderungsgesellschaft engagierte sich Nickel seit Jahren über die Region hinaus.

Im Aufsichtsrat Regionalmanagement Nordhessen GmbH vertrat er die nordhessischen Sparkassen. Zu den wichtigsten Mandaten in der Sparkassenorganisation gehört unter anderem die Bezirkskonferenz Nordosthessen – eine der sieben hessisch thüringischen Arbeitsgemeinschaften, deren Obmann er ist. Als Mitglied im Verwaltungsrat der Landesbank Hessen Thüringen führte er zwei Jahre lang den Vorsitz des Bilanzprüfungsausschusses und ist seit 1. Juni 2018 Vorsitzender des Risiko- und Kreditausschusses. Im Werra-Meißner-Kreis zeichnete sich Nickels Wirken durch eine hohe Innovationsfreudigkeit aus. Die rollende Filiale der Überland-Sparkasse, die kleine Dörfer ohne Filiale anfährt, fand bundesweite Beachtung. Zuletzt wurden die sechs Beratungscenter in der Region auf neue Kundenbedürfnisse hin umstrukturiert. Die Öffnungszeiten am Samstag wurden außerdem etabliert. Ein moderner Verwaltungsbau neben dem Hauptstellengebäude in Eschwege ermöglicht seit 2013 für etwa 100 Mitarbeiter kommunikatives Arbeiten in einem offenen Raumkonzept.

Über einen möglichen Nachfolger ist noch nichts bekannt. „Am Donnerstag und Freitag tagen die entsprechenden Gremien, dann wird über die weitere Vorgehensweise entschieden“, sagt Unternehmenssprecher Lutz Römer.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.