Auch Daten von Lena Arnold veröffentlicht

Staatsminister Roth wird Opfer von Computerhackern

Wurde Opfer von Hackern: Bundestagsabgeordneter und Staatsminister Michael Roth.

Werra-Meißner – Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter haben Hacker massenweise sensible Daten und vertrauliche Informationen von Hunderten deutschen Politikern und anderen Prominenten veröffentlicht. Auch betroffen: Michael Roth, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt,

Auch betroffen ist  Lena Arnoldt, Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Rotenburg. Wer für den Hack verantwortlich ist und mit welcher Absicht die Daten verbreitet wurden, ist noch unklar. Betroffen sind, mit Ausnahme der AfD, alle Parteien im Bundestag: CDU, CSU, SPD, Grüne, Linkspartei und die FDP. Geleakt wurden vor allem Kontaktdaten wie Hunderte Handynummern und Adressen von Politikern aus dem Bundestag und zum Teil auch aus der Landespolitik. Doch nicht nur: Auch zahlreiche sehr persönliche Daten sowie parteiinterne Dokumente wurden ins Internet gestellt. Ein System bei der Auswahl der veröffentlichten Daten und Informationen ist nicht zu erkennen. Vielmehr scheint es, als sei alles ins Internet gestellt worden, was den Hackern in die Finger gekommen ist.

So zum Beispiel Bewerbungsschreiben für Parteitage, parteiinterne Kommunikation oder Adress- und Mitgliederlisten. Dabei sind die Dokumente zum Teil mehrere Jahre alt. Politisch brisante Dokumente fanden sich im Zuge einer ersten Durchsicht nicht. Der Schaden dürfte dennoch massiv sein, allein aufgrund der zahlreichen veröffentlichten persönlichen Daten.

„Es ist ein beklemmendes Gefühl, dass Daten über meine Person ohne meine Einwilligung im Internet veröffentlicht wurden“, sagt Michael Roth, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt. Roth, der aus Heringen stammt und in Bad Hersfeld lebt, spricht von einem „inakzeptablen, schwerwiegenden Eingriff in die Privatsphäre“. Die Hacker hatten unter anderem seine Handynummer öffentlich gemacht. „Welchen Umfang der Datenangriff hat, kann ich derzeit nur schwer einschätzen.“

Als Politiker spreche er sich zwar für größtmögliche Transparenz und Offenheit gegenüber der Bevölkerung aus. „Aber das hier ist eine Straftat.“ Es sei offensichtlich, dass Verbrecher es bewusst auf private Daten abgesehen hätten. „Und es ist sicher kein Zufall, dass Politikerinnen und Politiker der AfD bislang von solchen illegalen Eingriffen in ihre Privatsphäre verschont geblieben sind.“

Auch ihre Daten landeten im Internet: Lena Arnoldt.

Lena Arnoldt reagierte gelassen auf die Veröffentlichung. „Natürlich ist das grundsätzlich beunruhigend“, sagte sie im Gespräch mit unserer Zeitung. Von ihr waren eine Handynummer und „zwei, drei Nachrichten aus dem Jahr 2011“ veröffentlicht worden. „Das ist jetzt nicht so tragisch.“  

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