Wohl neue Preise ab 2020

Stromtarife werden im Werra-Meißner-Kreis möglicherweise erneut erhöht

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Strom ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Im kommenden Jahr müssen wir dafür wieder tiefer in die Tasche greifen.

"In diesem Jahr passiert nichts", sagt Markus Lecke zu Strompreisveränderungen bei den Stadtwerken Eschwege. Die Tarife seien seit vier Jahren stabil und blieben das auch 2019. Lediglich die Kosten für die Netze hätten zu Veränderungen „in Nuancen“ geführt.

Für das kommende Jahr rechnet der Geschäftsführer des Energieversorgungsunternehmens allerdings mit Veränderungen. „Es ist anzunehmen, dass sich 2020 etwas tut“, sagt Lecke.

Die für kommendes Jahr eingekauften Stromkontingente müssten teurer bezahlt werden als die momentan ins Netz eingespeisten. Die Stadtwerke Witzenhausen haben bereits zum Anfang dieses Jahres die Preise erhöht, nachdem sie mehrere Jahre konstant waren: Pro Kilowattstunde werden zwischen 28,53 und 29,88 Cent berechnet und beim Grundpreis zwischen 120 und 130 Euro pro Jahr.

Als Grund für die Anhebung nennt Stadtwerke-Geschäftsführer Thomas Meil die „vorgelagerten Netzentgelte“, die man zahlen müsse.

Ob zum 1. Januar 2020 die nächste Erhöhung droht, vermag Meil noch nicht zu sagen. Er warte, bis man Prognosen für das nächste Jahr bekomme. Von den Stadtwerken Bad Sooden-Allendorf werden zwischen 26,63 und 28,80 Cent pro Kilowattstunde und ein Grundpreis zwischen 9,28 und 10,12 Euro monatlich abgerechnet. Man habe die Preise seit Anfang 2014 konstant gehalten, aber zum 1. Januar 2019 „wegen des gestiegenen Börsenpreises und der Erhöhung der Umlagen“ die Strompreise erhöhen müssen, teilte Sabrina Hüge von den Stadtwerken Bad Sooden-Allendorf auf Anfrage mit. Aufgrund der aktuellen Netzentgeltentwicklung dürfte voraussichtlich auch zum 1. Januar 2020 eine Strompreiserhöhung notwendig sein. Die EAM, ein Unternehmen kommunaler Eigentümer, an dem der Werra-Meißner-Kreis mit knapp zweieinhalb Prozent beteiligt ist, liefert ausschließlich Öko-Strom und erhöhte seine Tarife im Februar.

Die Preise stiegen um einen knappen Cent pro Kilowattstunde, je nach Tarif auf 26,70 beziehungsweise auf 28,19 Cent bei Grundgebühren von 9,93 beziehungsweise 10,30 Euro pro Monat.

„Davor haben wir zwei Jahre nicht erhöht“, sagt Unternehmenssprecher Steffen Schulze und nennt als Grund für die Anhebung die Preiserhöhungen an der Strombörse. Und für die Zukunft: „Wir beobachten den Markt, eine Langzeitprognose gibt es aber nicht.“

„Ein kluges Portfoliomanagement“, nennt Markus Lecke als Voraussetzung für langfristig günstige Tarife. Die Stadtwerke in Eschwege unterhalten eine eigene Abteilung, die zwei oder drei Jahre im Voraus elektrischen Strom in Paketen einkauft. Lediglich zwischen 15 und 20 Prozent des Bedarfes stammt aus der Region – Tendenz steigend.

Die Preise liegen zwischen 24,23 und 27,93 Cent pro Kilowattstunde, an monatlichen Grundgebühren werden zwischen 8,69 und 9,60 Euro berechnet.  

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